Archiv

Archive for the ‘Uncategorized’ Category

Von Thronstahl – Waldgäng and Apoliteia

Kategorien:Uncategorized

Die Bandbreite: Angst vor Lissabon

Kategorien:Uncategorized

Trat Horst Köhler unfreiwillig zurück?

Der plötzliche Rücktritt des neoliberalen Bundespräsidenten Horst Köhler kam doch relativ überraschend und wirft bis heute einige Rätsel auf. Zweifel an den Rücktrittsgründen hat nun der bekannte CSU-Politiker Peter Gauweiler, der desöfteren mit nonkonformen Gedankengägen auffällt. Der konservative Politiker äußerte, laut Nachrichtenmagazin „Spiegel“, ernsthafte Zweifel daran, dass Horst Köhler „nur“ wegen der Darlegung der wahren Ziele des deutschen Imperialismus zurückgetreten sei. Köhler sei von der Bundesregierung zum Rücktritt gezwungen worden. Die wahren Gründe legen in dem Euro-„Rettungsschirm“ in Höhe von 148 Milliarden Euro, welchen Köhler in höchster Eile unterzeichnet hatte. Gauweiler jedenfalls fragt in Richtung Horst Köhler: „Ist es wirklich wahr, dass Sie keine verfassungsrechtlichen Bedenken gegen diese Prozedur hatten? Haben Sie aus freien Stücken in so ungewöhnlicher Eile das Gesetz unterschrieben und ausfertigen lassen?“

Die Frage ist gar nicht abwegig, da Köhlers Kriegsbegründung zur neokolonialistischen Ausbeutung Afghanistans keineswegs einen solcherlei großen Wirbel in den Medien ausgelöst hatte, als dass es zu einem Rücktritt gereicht hätte. Zweifelsohne hat sich Köhler „ungeschickt“ ausgedrückt, dem NATO-Krieg in Afghanistan ein PR-Desaster verschafft, aber doch nur das ausgedrückt was längst alle wussten. Wegen der Begründung von Handelskriegen ist jedenfalls bislang in Deutschland noch kein Politiker zurückgetreten. Dass die angeblichen „deutschen Interessen“ am Hindukusch verteidigt werden sollen, dies weiß man doch spätestens seit Peter Strucks Ausspruch. Selbst die Kritik aus den Reihen der vermeintlichen „Oppositionsparteien“ an Köhler war so abgeschwächt, dass ein Rücktritt von Köhler im Vorfeld eigentlich fast unmöglich erschien. Oder glaubt etwa jemand, dass die Gegner des Afghanistan-Feldzuges in der Bundesrepublik einen derartigen Einfluss hätten, um den zumindest nominal höchsten Staatsbediensteten der BRD zum Rücktritt zu zwingen? Wohl kaum!

Den Vogel schoss aber einmal mehr die NPD ab. Bei den Nationaldemokraten ist man doch ernsthaft der Meinung, dass ausgerechnet die NPD Köhlers Rücktritt massgeblich erzwungen hätte. So glaubt man, dass eine Organklage der NPD nicht unerheblich zum Rücktritt Köhlers geführt hätte. Dabei ging es um die Diskriminierung des nationaldemokratischen Präsidentschaftskandidaten Frank Rennicke. Ob also eine marginalisierte und ausgegrenzte Partei dem deutschen Imperialismus eine derartige Niederlage zufügen kann, dies soll jeder Leser dieses Blogs selbst beurteilen. Ganz am Rande sei einmal darauf hingewiesen, dass die Kritik der NPD an Horst Köhler einen faden Beigeschmack hat. 2008 noch bezeichnete jedenfalls der amtierende NPD-Vorsitzende Udo Voigt den neoliberalen Kriegspräsidenten als „Globalisierungskritiker“. So erklärte Voigt damals in einer Presseaussendung: „Bundespräsident Horst Köhler sagt das, was das Volk denkt und trägt mit seinen Vorschlägen zur Systemveränderung bei“. Köhler bewirke „das Politikverdrossenheit in diesem Land abgebaut werden könne und das Volk wieder vertrauen in die Politik gewinnt“. Die Presseausssendung war mit der Überschrift: „Der Bundespräsident ist ein wahrer Vertreter des deutschen Volkes“ umschrieben. Wozu dann die NPD überhaupt noch einen eigenen Kandidaten brauchte, wenn der neoliberale IWF-Lobbyist Horst Köhler doch ein „wahrer Vertreter des deutschen Volkes“ gewesen sei, ist mehr als schleierhaft.

Eigentlich hat Horst Köhler nur das gesagt, was in der EU mittlerweile vertraglich geregelt ist. Der Zwang zu Handelskriegen und Kriegsinterventionismus findet sich im EU-Vertrag von Lissabon. Dort ist in Artikel 42 klar dargelegt, dass die EU ihre Wirtschaftsinteressen mit militärischen Mitteln verteidigen soll. Köhler sagte also nichts weiter, als das was in der EU sowieso schon „Gesetz“ ist.

Vielleicht ist es durchaus lohnend, auf eine Rede Köhlers kurz vor seinem Rücktritt zum „EU-Stalisierungsmechanismus“ zu verweisen. Köhler sollte diese Rede bereits drei Tage nach der Vorlage des Entwurfes der Bundesregierung halten. Durch dieses Gesetz soll es dem Internationalen Währungsfond (IWF) zum ersten mal gestattet werden, auf Grundlage des EU-Rechts Krediauflagen zu machen. Bei seiner Rede hatte Köhler massiv Druck ausgeübt und die Machtbefugnisse des IWF somit drastisch ausgeweitet. Köhler war vor seiner Bundespräsidentenkarriere Direktor des IWF gewesen.

Nun könnte man selbstverständlich die These des Peter Gauweiler als „Verschwörungstheorie“ abtun. Allerdings scheint es innerhalb des Großkapitals einen gewissen Interessenskonflikt zu geben. So erfährt Gauweiler Unterstützung durch Hans Olaf Henkel. Der ehemalige Präsident des BDI hatte mit Köhler kurz nach dessen Rücktritt gesprochen. In der Talkshow von Sandra Maischberger sagte der gute Bekannte von Horst Köhler folgenden Satz: „Da ist ja wirklich was passiert, man muss es ja fast einen Putsch nennen.“ Das 148-Milliarden-Gesetz sei in Windeseile durch den Bundestag gepeitscht „und am nächsten Tag – vielleicht musste – der Bundespräsident das schon unterschreiben.“ Henkel profilierte sich in den letzten Wochen auch als „Euro-Kritiker“. Ganz offensichtlich versucht ein Teil der deutschen und internationalen Kapitalisten umzuschwenken, da man fürchtet, durch den derzeitigen Kurs in den völligen Abgrund gerissen zu werden. Nur so lässt sich erklären, warum selbst deutsche Spitzenpolitiker auf einmal als „EU-Skeptiker“ auftreten. Da fordert die CSU den Ausschluss Griechenlands aus der EU, bürgerliche Presseorgane wie die FAZ resümieren nun, dass der „europäische Einigungsprozess“ ein Fehler gewesen sei und sogar Angela Merkel denkt öffentlich über den Ausschluss von Krisenstaaten aus der EU nach. Dies wird aber den Niedergang des Kapitalismus kaum noch abfedern können.

Kategorien:Uncategorized

WM-Kolumne: Schalker Kreisel

Die Spanier haben neulich der Deutschland AG mal richtig gezeigt, wie Fußball gespielt wird. Schon in der ersten Halbzeit hätte ich gerne den Schiedsrichter beauftragt, mal die Anzahl der Spieler in beiden Mannschaften durchzuzählen. Man hatte irgendwie den Eindruck, die Spanier hatten zwei Spieler mehr auf dem Platz.

Das kann aber auch eine optische Täuschung sein. Denn technisch begabte Mannschaften schaffen es immer wieder, sich durch geschicktes Doppelpaß-Spiel in Überzahlsituationen zu bringen. Der gegnerischen Mannschaft fällt dabei die Aufgabe zu, um die sich den Ball zuschiebenden Akteure herumzuirren, immer wieder ins Leere zu laufen, bis sie müde ist, die Konzentration nachläßt. So entstand das einzige spanische Tor zwar aus einer Standardsituation, das heißt aus einem Eckball. Nur mit fehlender Konzentration ist es aber zu erklären, daß der 1 Meter 98 große Per Mertesacker bei dieser Ecke mit dem Kopf nicht an den Ball kam, dafür aber der 1 Meter 78 große Carles Puyol.

Wenn man müde gespielt ist, passieren eben solche Aussetzer. Dabei hätten die Deutschen allen Grund, die spanische Spielweise für sich zu beanspruchen. Denn im Grunde genommen war deren technischer Stil nur eine Kopie des „Schalker Kreisels“. So lesen wir auf „Wikipedia“:

„Der Schalker Kreisel ist eine Spielform im Fußball, die in den 1920er-Jahren von der Mannschaft des FC Schalke 04 um Ernst Kuzorra und dessen Schwager Fritz Szepan entwickelt wurde. Der Schalker Kreisel ist ein Passspiel mit direkten kurzen Pässen, basierend auf dem schottischen Kurzpassspiel. Charakteristisch für diese Form des Zusammenspiels war das aktive Freilaufen der nichtballführenden Mitspieler, um dem Ballbesitzenden permanent mehrere Anspielstationen zu bieten, und so den Ball quasi in das Tor des Gegners zu tragen, mit dem Ideal, alle Gegner ausgespielt zu haben und den Ball in das leere Tor des Gegners zu schieben. Heutzutage wird diese Taktik vor allem als One-Touch-Fußball bezeichnet.“

Siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Schalker_Kreisel

Selbstverständlich braucht man dafür auch die geeigneten Spieler wie Kuzorra und Szepan – oder eben David Villa u. a.

Wenn man ständig in Unterzahl spielt, sollte man sich überlegen, wie man in Überzahl kommt. Das ist in der Politik nicht anders als im Sport. Die Schwarz-Weiß-Roten werden wohl immer in Unterzahl bleiben. Manche Anführer wollen das sicherlich auch so, man bleibt unter sich und darf „Führer“ spielen. Weil man wenig Selbstbewusstsein besitzt, führt man sich im Jahr 2010 nicht selbst, sondern fragt, was der Führer damals getan hatte bzw. was er heute tun würde.

Aber mit Sicherheit nicht – bei Verbot der Hakenkreuz-Flagge – die reaktionäre Kaiserreich-Flagge schwenken. Hitler wußte sehr wohl die schwarz-rot-goldene Fahne in ihrer geschichtlichen Herkunft zu würdigen. Sehr wohl wies er auch auf den Mißbrauch durch die Systemparteien hin. In „Mein Kampf“ schrieb er: „Nur an einer Stelle des deutschen Sprachgebietes war so etwas wie eine bürgerliche Parteifahne vorhanden, in Deutschösterreich. Indem ein Teil des dortigen nationalen Bürgertums die Farben der achtundvierziger Jahre, Schwarz-Rot-Gold, zu seiner Parteifahne erkoren hatte, schuf es ein Symbol, das, wenn auch weltanschaulich ohne jede Bedeutung, staatspolitisch dennoch revolutionären Charakter trug. Die schärfsten Feinde dieser Fahne Schwarz-Rot-Gold waren damals – dies soll man heute nie vergessen – Sozialdemokraten und Christlich-Soziale bzw. Klerikale. Gerade sie haben damals diese Farben beschimpft und besudelt und beschmutzt, genau so wie sie später, 1918, Schwarz-Weiß-Rot in die Gosse zogen. Allerdings war das Schwarz-Rot-Gold der deutschen Parteien des alten Österreichs die Farbe des Jahres 48, also einer Zeit, die phantastisch gewesen sein mochte, allein im einzelnen die ehrlichsten deutschen Seelen als Vertreter besaß […]. Mithin haben erst der Vaterlandsverrat und die schamlose Verschacherung von deutschem Volke und deutschem Gute diese Fahne dem Marxismus und dem Zentrum so sympathisch gemacht, daß sie sie heute als höchstes Heiligtum verehren und eigene Banner zum Schutze der von ihnen einst bespienen Flagge gründen.“

Zwischenbemerkung: Das führte so weit, daß später die deutschen Leninisten-Marxisten Schwarz-Rot-Gold zu den Farben der DDR-Fahne machten. Ulbricht und Honecker beanspruchten die Tradition der bürgerlichen revolutionären Bewegung des 19. Jahrhunderts für ihre Ideologie. Eine selbstbewusste und gut organisierte Arbeiterbewegung hatte es schließlich Anfang des 19. Jahrhunderts noch nicht gegeben; die schwarz-rot-goldenen Burschenschaften waren eine kleinbürgerlich nationalrevolutionäre Bewegung.

Hitler fährt dann wie folgt fort: „So stand bis zum Jahre 1920 tatsächlich dem Marxismus keine Fahne gegenüber, die weltanschaulich den polaren Gegensatz zu ihm verkörpert hätte. Denn wenn sich auch das deutsche Bürgertum in seinen besseren Parteien nach dem Jahre 1918 nicht mehr dazu bequemen wollte, die jetzt auf einmal entdeckte schwarzrotgoldene Reichsflagge als sein eigenes Symbol zu übernehmen, so hatte man selbst doch der neuen Entwicklung kein eigenes Programm für die Zukunft entgegenzusetzen, im besten Fall den Gedanken einer Rekonstruktion des vergangenen Reiches. Und diesem Gedanken verdankt die schwarzweißrote Fahne des alten Reiches ihre Wiederauferstehung als Flagge unserer sogenannten nationalen bürgerlichen Parteien.“ (Adolf Hitler: Mein Kampf. Zwei Bände in einem Band. Ungekürzte Ausgabe, 851.-855. Auflage von 1943. Zentralverlag der NSDAP, Franz Eher Nachf., München, S. 552-553)

Man kann also Hitler für alles mögliche kritisieren, was er tatsächlich äußerte oder getan hatte, oder ihm auch alles mögliche unterstellen. Aber eine Bevorzugung der schwarz-weiß-rot-gestreiften Kaiserreichs-Flagge gegenüber der Schwarz-Rot-Goldenen läßt sich aus seinem Hauptwerk nicht herauslesen. Es gibt also für wahre NS-ler keinen Grund, reaktionärer zu sein als Hitler.

Den immer wieder aufflammenden Fußballpatriotismus sollten deutsche Nationalisten als Bestätigung dafür sehen, daß die Mehrheit der Deutschen zur Normalität zurückfinden will, wie andere Menschen auch einer Nation zugehörig sein wollen. Da dies aufgrund von „Vergangenheitsbewältigung“ und „Schuldkult“ für viele, die Karriere machen oder ein harmonisches Privatleben führen wollen, im politischen Bereich nicht möglich erscheint, fungieren Fußball-EM und WM als Ventil, das immerhin über das nationale Grundbedürfnis unserer Landsleute Auskunft erteilt. Der Migrationshintergrund des einen oder anderen „Nationalspielers“ ist dafür offensichtlich kein Hinderungsgrund. Die „deutsche Nationalmannschaft“ ist – entgegen der Medienpropaganda – nicht d e s h a l b bei uns so populär, weil in ihr mehr Migranten spielen als in den Jahren zuvor, sondern die „Nationalmannschaft“ ist t r o t z d e m immer noch unter den Deutschen populär – weil diese nach nationaler Zugehörigkeit suchen und es eben derzeit keine andere „Nationalmannschaft“ gibt.

Das neue deutsche Nationalgefühl ist derzeit noch ein unverbindlicher Partypatriotismus. Man will national sein, ohne dafür persönliche Opfer bringen zu müssen oder soziale Nachteile in Kauf zu nehmen. Nur eine große soziale Not wird auch die Deutschen dazu bewegen, für die eigene Nation Opfer zu bringen – und die Nationsvergessenen und Antideutschen im Land endlich zur Seite zu schieben.

Jürgen Schwab

Bücher von Jürgen Schwab:
Angriff der neuen Linken – Herausforderung für die nationale Rechte. Hohenrain Verlag, Tübingen 2009, 19,80 Euro.
Die „Westliche Wertegemeinschaft“, Abrechnung, Alternativen. Hohenrain Verlag, Tübingen 2007, 19,50 Euro.
Volksstaat statt Weltherrschaft. Das Volk – Maß aller Dinge. Hohenrain Verlag, Tübingen 2002, 9,80 Euro.

Fritz Teufel macht einen Minister nass

Kategorien:Uncategorized

Christian Wulff – Der Bundespräsident ohne Eigenschaften

Juli 9, 2010 1 Kommentar

Die ganze Bundesrepublik redet über die Krise in der schwarz-gelben Bundesregierung sowie über die Niederlage für Angela Merkel, weil diese ihren parteiinternenen Rivalen Christian Wulff erst im dritten Wahlgang bei der Wahl zum Bundespräsidenten durchboxen konnte. Nun wird man darüber spekulieren woher die Fremdstimmen für den rot-grünen Kandidaten Joachim Gauck kamen. Union und FDP schieben sich bereits die Schuld an diesem koalitionären Desaster gegenseitig zu. Dabei wird wie selbstverständlich gar nicht mehr gefragt, wofür der Beliebigkeitsrhetoriker Christian Wulff überhaupt inhaltlich steht. Aber scheinbar ging es bei dieser Bundespräsidentenwahl nur um die Frage inwieweit sich die kriselnde bürgerliche Bundesregierung weiterhin selbst beschädigt. Es war wohl eher eine Frust-Wahl für enttäuschte CDU und FDP-Abgeordnete und Wahlmänner.

Wulff, dem das Image des „Schwiegersohnes“ anhaftet, gilt als Leisetreter und farbloser Parteisoldat. Wulff zeichnete sich bislang vor allem durch eine allgemeine politische Beliebigkeit aus. Wofür Wulff parteiintern steht ist kaum auszumachen. Jedenfalls kann man Wulff zumindest eine gewissen Ehrlichkeit adressieren, so hält sich der bisherige Ministerpräsident Niedersachsens für das Amt des Bundeskanzlers für ungeeignet.

Wulff gilt vor allem als Karrierist ohne innere Grundüberzeugungen, der gerne sehr weich und sanft daherredet, stets darum bemüht, es ja jedem recht zu machen. Aufgrund der Tatsache das Wullf gerne politischen Konflikten auswich, war er vor allem unter CDU-Konservativen und bei der bayrischen Schwesterpartei – der CSU – nie sonderlich wohl gelitten. Inhaltliche Unterschiede zu Angela Merkel waren darum auch kaum auszumachen trotz der in den Medien stets nachgesagten Rivalität der beiden Transatlantiker. Auch Wulff trat stets für die „Modernisierung“ der Union ein, was in gesellschaftspolitischen Fragen eine Annäherung an die Positionen von SPD und Grünen meint.

In diesem Sinne ist auch Wulffs Antrittsrede zu sehen. Wulff möchte eine „bunte Republik“, also ganz so als würde nicht landauf, landab Multikulti und „Antirassismus“ gepredigt werden. Wullf ist für eine „verstärkte Integration“, in einer zusehends von der demographischen Katastrophe bedrohten Gesellschaft. Die Berufung von Aygül Özkan zur ersten türkischen Ministerin in der Bundesrepublik führt Wulff als „Vorbild“ für eine weitere Entwicklung an. Auch sein Nachfolger im Amt des Ministerpräsidenten von Niedersachsen – David McAllister – hat schottische Wurzeln. Wulff möchte ganz offensichtlich als Multikulti- Präsident in die Analen dieser Republik eingehen. Wulff formuliert dabei die Multikulti-Strategie des Kapitals ganz offen: Deutschland brauche angeblich Zuwanderer um mit China oder Indien auf dem Weltmarkt konkurrieren zu können. Dabei geht es darum in neoliberaler Manier die Löhne der deutschen Arbeiter weiter zu drücken um sich langsam an das indische oder chinesische Lohnniveau „anzugleichen“.

Wulff gehörte als Mitglied des sogenannten „Andenpaktes“ um Roland Koch und Günter Oettinger zu den Vorreitern eines wirtschaftsradikalen Kurses in der CDU. Inhaltlich kam bei ihm aus einem sanften Lächeln nie viel rüber. Aus Grundsatzdebatten hatte sich Wulff stets zurück gehalten und peinlich darauf geachtet, ja nur kein eigenes weltanschauliches Profil zu entwickeln. Diese kann ihm nun im Amt des Bundespräsidenten natürlich nur zum Vorteil gereichen.

Wenn Jürgen Gansel nun in einem Kommentar auf den konservativen Revolutionär Edgar Julius Jung und dessen Schrift zur „Herrschaft der Minderwertigen“ verweis, so ist ihm in der Analyse der parlamentarischen Pseudodemokratie zuzustimmen. Ob eine Direktwahl des Bundespräsidenten alleine dem Kretinismus des Parlamentsbetriebes Abhilfe geleistet hätte, sei einmal ganz vorsichtig in Frage gestellt. Mit der Direktwahl des Bundespräsidenten hätte sich „Volksherrschaft“ auch kaum durchsetzen lassen. Möglicherweise hatte Joachim Gauck knapp die Nase vorne gehabt, für den die Wahlmänner der NPD in der Bundesversammlung ja auch im 3. Wahlgang stimmten. Das sich Gauck inhaltlich von Wulff kaum unterscheidet, dürfte auch relativ klar ersichtlich sein. Gauck stand und steht zu Hartz IV und der Agenada 2010, zum „Sparpaket“ der Bundesregierung, zum Afghanistan-Krieg und ist als Lobbyist des US-Imperialismus in der sogenannten „Atlantik-Brücke“ tätig. Die Direktwahl des Präsidenten ist im Kapitalismus nicht unbedingt Anzeichen eines Bruchs mit der Parteienoligarchie. Das zeigen doch gerade die Beispiele in den USA, in Frankreich, Österreich und anderen Staaten der westlichen Wertegemeinschaft. Nötig ist vielmehr eine umfassende Kritik des Parteienoligarchie, die sich im Kapitalismus über den Parteienstaat manifestiert.

Kategorien:Uncategorized

Nachgereicht: 9. Arbeitstagung der Sache des Volkes (SdV)

Kader, Aktivisten und Bündnispartner der „Sache des Volkes“ (SdV) trafen sich am 10.-11. April 2010 in Franken, um die bisherige politische Arbeit und Verbesserungsmöglichkeiten zu diskutieren. Ziel des Treffens war außerdem ein besseres Kennenlernen der SdV-Kader und ein weiterer Organisationsaufbau und Vernetzung der SdV. In diesem Zusammenhang wurde die neue Süddeutschland-Seite der SdV als wichtiges Projekt vorgestellt (Siehe: http://sachedesvolkes.wordpress.com/).

Des weiteren standen Grundsatzvorträge und Seminarbeiträge auf dem Programm. Die Veranstaltungsbezeichnung „Arbeitstagung“ kam dadurch zum Ausdruck, daß viel Zeit für Diskussion der Teilnehmer mit den Referenten eingeräumt wurde. Im Mittelpunkt dieses Konzepts steht die Mitarbeit von theoretisch interessierten Praktikern – im Gegensatz zur reinen Konsumhaltung auf manchen rechten Seminaren.

In bewährter Qualität hielt Martin Laus am Samstag eine Powerpointpräsentation über Nationalismus. Dabei ging der Referent speziell auf die theoretischen Grundlagen des Nationalismus anhand des lebensrichtigen Menschenbildes ein. Laus legte Wert darauf, daß der Faktenapparat und der Ethikapparat zwar beide zu berücksichtigen, aber keinesfalls zu vermischen seien. Hierbei würden gerade im Nationalen Widerstand viele Fehler gemacht. Da Nationalisten in der Regel Rassenmischung ablehnten, weil ihnen dies aus verschiedenen Gründen nicht gefalle (Ethikapparat), hielten sie nicht selten die Abschottung der Rassen für „natürlich“. Aus diesem Fehlschluß heraus entsteht die Vorstellung einer „Artgemeinschaft“, die dem Wunsch entspreche (Ethikapparat), daß Menschen unterschiedlicher Rasse keine gemeinsamen Nachkommen zeugen könnten. Nun sehe aber die Natur die Möglichkeit vor, daß sich Rassen mischen könnten (Faktenapparat). Indem nun aber die eigene Ethik mit den (falschen) Fakten gleichgesetzt werde, entstehe eine falsche Wirklichkeit, die nur im rechten Ghetto bestehe. Hätte man zuvor sauber Ethik und Fakten unterschieden, wäre man zu dem Ergebnis gelangt, daß man den Erhalt der geschichtlich entstandenen Völker nur künstlich (keinesfalls biologisch) mittels staatlichem Grenzregime erreichen könne.

Am Sonntag ging es auch gleich weiter mit einem weiteren Vortag von Martin Laus. „Demonstrationen – mit welchem Ziel?“ lautete das Thema. Hierbei analysierte Laus das Pro und Contra von Demonstrationen. Was will man mit Demonstrationen erreichen? Und wie wirken diese auf die Bevölkerung? Lauteten die Fragen. Auch im Hinblick auf die immer stärker werdenden Repressionen und Demo-Verbote seitens des Systems müsse der Nationale Widerstand geeignete Strategien und Gegenkonzepte entwerfen. Laus bettete seine Ausführungen in einen strategischen Gesamtansatz ein. Demnach habe jeder taktische Maßnahme wie Demos sich an einer Strategie auszurichten. Schade die taktische Maßnahme der Strategie, so sei diese zu unterlassen. Taktische Maßnahmen seien nur erwünscht, sofern diese auf das Erreichen des strategischen Gesamtziels zuarbeiteten.

Das strategische Gesamtziel könne nur die Machtergreifung einer nationalen Gruppe in Deutschland sein – mit dem Ziel der nationalen und sozialen Befreiung des deutschen Volkes. Als taktische Zwischenschritte seien zum Beispiel Flugblattverteilungen, Demos, Wahlantritte, Parlamentsarbeit denkbar. Wenn allerdings eine Demo in bezug auf das Erscheinungsbild und das Verhalten der Teilnehmer die nationale Bewegung weiterhin vom Volk fernhalte, sei diese Maßnahme zu unterlassen. Es sei deshalb darauf hinzuarbeiten, daß das Erscheinungsbild einladend auf „Normalos“ wirke und Gewalt auf Demos – sofern überhaupt nötig – sparsam und zielgerichtet eingesetzt werde. Hingegen schade „erlebnisorientierter Gewalttourismus“ dem Anliegen der zielorientierten politischen Strategie. Sinnlose Gewalt wirke auf „Normalos“ abschreckend und ermögliche der Systempresse kriminalisierende Berichte, bei denen auch die Fakten einseitig oder verzerrend dargestellt werden.

Einen weiteren strategisch bestimmten Vortrag lieferte Jürgen Schwab, der den Inhalt von zwei Kolumnen vorstellte und zur Diskussion stellte.
(Siehe:http://sachedesvolkes.wordpress.com/2010/03/31/die-fraktionen-im-nationalen-widerstand/;http://sachedesvolkes.wordpress.com/2010/04/01/politik-statt-scheinmoral/)

Es ging dabei um die Fraktionen im Nationalen Widerstand, die auch unter „Sächsischer Weg“, „Bayrischer Weg“ und „Deutscher Weg“ firmieren. Schwabs Anliegen ist es, die nationalrevolutionäre Systemkritik sowie die Propagierung von politischen Alternativen in der Staats- und Wirtschaftspolitik voranzutreiben, während Rechtspopulisten sich irgendwann mit ihrem persönlichen Erfolg im Rahmen des Systems begnügten und NS-Traditionalisten häufig eine vom Volk isolierte Parallelwelt bildeten.

Zudem gab noch Anatoli Ganshorn von der NPD (Unterfranken) und Vertreter der Rußlanddeutschen Konservativen einen kurzen Überblick über die Arbeit der Rußlanddeutschen in der NPD. Dabei ging Ganshorn speziell auf die sozialen und gesellschaftlichen Probleme der „Spätaussiedler“ in ihre Neuen (Alten) Heimat ein. Die Teilnehmer der Arbeitstagung waren sich mit dem Referenten darin einig, daß die national eingestellten Rußlanddeutschen zwei Themen in den Vordergrund stellen sollten: A) In der Innenpolitik die Überwindung der sozialen Benachteiligung und gesellschaftlichen Ausgrenzung und Stigmatisierung der Rußlanddeutschen im Vergleich zu anderen, nicht-deutschen und gerne verhätschelten Migrantengruppen (wie Türken); B) die Verbesserung des deutsch-russischen Verhältnisses in der Außenpolitik. Hier sollten die nationalen Rußlanddeutschen aufgrund ihrer binationalen Erfahrungen und Zweisprachigkeit als „Brücke“ zwischen beiden Völkern dienen. Dies vor allem im Hinblick auf die Hetze gegen die russische Regierung und den russischen Staatspräsidenten in den BRD-Medien. Daneben könnten noch Fragen des Geschichtsrevisionismus wie die Schuldfrage am Zweiten Weltkrieg eine Rolle spielen. Dieses Thema könne aber auch in Richtung Spaltung zwischen Deutschen und Russen fehlschlagen, wurde von einem Teilnehmer eingewandt.

Erfeulich ist aus Sicht der „Sache des Volkes“, daß auf der Weltnetzseite der nationalen Rußlanddeutschen das SdV-Flugblatt „Die deutsche Linke ist volksfeindlich!“ in russische Sprache übersetzt wurde (Siehe:http://www.volksdeutsche-stimme.de/aktuell/lfiende_170310.htm ).

Abschließend bedankte sich Jürgen Schwab bei den Teilnehmern und wünschte ihnen eine gute Heimreise

Kategorien:Uncategorized

WM-Kolumne: Wer ist Müller?

Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall. Argentiniens Nationaltrainer Diego Armando Maradona wußte während einer Pressekonferenz vor dem Viertelfinalspiel gegen Deutschland nicht, wer Thomas Müller aus München ist.

Siehe: http://www.youtube.com/watch?v=gUKpW1YefRY

Jetzt weiß er es. Der Radioreporter des Bayerischen Rundfunks brüllte schon nach drei Minuten Spielzeit „Müllerrrrrrrrr“. Für Maradona war dies eine Schrecksekunde, als der Ball nach Freistoß von Schweinsteiger von Thomas Müller per Kopf ins Tor gelenkt wurde.

Maradona hatte schon 1990 gegen einen scheinbar namenlosen deutschen Spieler alt ausgesehen: gegen den Stuttgarter „Diego Armando“ Guido Buchwald, der beim Endspiel in Rom den argentinischen Ballkünstler ausstach.

Nach dem 4 : 1 gegen England und dem 4 : 0 gegen Argentinien sollte die Deutschland AG schön auf dem Teppich bleiben. Franz Beckenbauer spielte nach dem WM-Sieg von 1990 in Italien den „Maradona“ und versprach, daß die deutsche Nationalmannschaft auf lange Zeit nicht mehr besiegbar sei. Das sind Versprechen, deren jeweiliges Haltbarkeitsdatum schnell ablaufen kann.

Jetzt überschlagen sich die Sportreporter und sprechen vom deutschen „Dream-Team“. Dabei weiß Fußballgott Günter Netzer nur zu genau, daß er 1972 dieser besten deutschen Nationalmannschaft aller Zeiten angehörte, als (West-) Deutschland Europameister wurde: mit Netzer (mit der bekannte Frisur), Gerd Müller, „Sepp“ Meier, „Kaiser“ Beckenbauer, „Katsche“ Schwarzenbeck, Uli Hoeneß, „Hacki“ Wimmer, „Jupp“ Heynckes, usw. Wolfgang Overath aus Köln konnte verletzungsbedingt nicht teilnehmen.

Siehe: http://www.youtube.com/watch?v=nInGN3AqYhw

Jürgen Schwab

Bücher von Jürgen Schwab:
Angriff der neuen Linken – Herausforderung für die nationale Rechte. Hohenrain Verlag, Tübingen 2009, 19,80 Euro.
Die „Westliche Wertegemeinschaft“, Abrechnung, Alternativen. Hohenrain Verlag, Tübingen 2007, 19,50 Euro.
Volksstaat statt Weltherrschaft. Das Volk – Maß aller Dinge. Hohenrain Verlag, Tübingen 2002, 9,80 Euro.

Kategorien:Uncategorized

WM-Kolumne: Oranje im Halbfinale

Die niederländische Fußballnationalmannschaft, die in den letzten Jahren immer weißer wurde, ist mit einem 2 : 1 – Sieg gegen Brasilien ins Halbfinale eingezogen. Der holländische Sieg war sicherlich glücklich – den Brasilianern „gelang“ ein Eigentor, denen zudem ein Faulelfmeter verwehrt wurde –, doch Oranje gewann keinesfalls unverdient aufgrund einer besseren zweiten Halbzeit.

Die Holländer waren auch im Vorteil, weil sie in Port Elizabeth ein gefühltes Heimspiel hatten – schließlich konnten die vielen Buren im Stadion und auch außerhalb ihrer Nationalmannschaft zujubeln. Die südafrikanische Nationalmannschaft ist im Gegenzug in den letzten Jahren immer schwarzer geworden – die Europäischstämmigen dort scheinen sich mehr noch als früher aufs Rugbyspielen zu konzentrieren. Woran das liegt?

Vielleicht daran, daß in Südafrika seit ein paar Jahren eine nationalsozialistische Partei namens ANC herrscht? Irgendwie scheinen die deutschen Gutmenschen mit dieser Partei keine Probleme zu haben (ich auch nicht: Afrika den Afrikanern geht in Ordnung!). Während BRD-Politiker auf diplomatischem Parkett mit dieser „Nazi-Partei“ verhandeln, fordern die gleichen Heuchler bei uns ein Parteiverbot der NPD.

In Südafrika gab zur Zeit des Apartheid-Systems für Weiße und Schwarze getrennte Fußballverbände, weshalb die FIFA 1964 den „rassistischen“ Staat ausschloß. Seit 1994 gibt es für die beiden Nationen einen gemeinsamen Fußballverband, der sich immer mehr „rassistisch“ schwarz gestaltet, mit dem die FIFA keine Probleme hat.

Siehe: http://www.touring-afrika.de/afrika-blog/2009/05/20/rugby-union-und-fusball-in-sudafrika/

Vielleicht sollten sich die burischen Fußballspieler beim holländischen Fußballverband anmelden?

Die Brasilianer sollten nicht traurig sein, denn die dürfen jetzt wieder an der Copacabana Strandfußball spielen, was sicherlich auch schön ist.

Jürgen Schwab

Bücher von Jürgen Schwab:
Angriff der neuen Linken – Herausforderung für die nationale Rechte. Hohenrain Verlag, Tübingen 2009, 19,80 Euro.
Die „Westliche Wertegemeinschaft“, Abrechnung, Alternativen. Hohenrain Verlag, Tübingen 2007, 19,50 Euro.
Volksstaat statt Weltherrschaft. Das Volk – Maß aller Dinge. Hohenrain Verlag, Tübingen 2002, 9,80 Euro.

Kategorien:Uncategorized

Zwischendurch: Julius Evola

Kategorien:Uncategorized