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Archive for the ‘Nation & Volk’ Category

Grüne und europäischer Nationalismus

Während sich der Großteil der hiesigen Grünen in Antinationalismus suhlt, liegen die Dinge auf europäischer Ebene bizarrerweise anders. In- und außerhalb des Europaparlaments existiert nämlich seit 1999 die Fraktionsgemeinschaft Europäische Freie Allianz. Hier arbeitet man engstens mit Gruppierungen wie der Neuen Flämischen Allianz N-VA, der Scottish Nationalist Party SNP, der Lega Nord, der walisischen Plaid Cymru, der Südtiroler Freiheit, der katalanischen Esquerra, dem korsischen Partitu di a Nazione Corsa, mazedonischen Nationalisten in Bulgarien und den schlesisch-autochthonen Autonomisten von der „Ruch Autonomii Slaska“ zusammen. Hierbei ergibt sich eine erstaunliche politische Übereinstimmung, denn zwischen 2004 und 2009 stimmte beispielsweise keine andere Fraktion des EU-Parlaments geschlossener ab als die EFA. In diesem Zusammenhang sei auch an die relativ starke Beteiligung von Wertkonservativen und Nationalrevolutionären in der Frühzeit der Grünen erinnert.

Nationalrevolutionäre Nachrichten

Kategorien:Nation & Volk

Wie die Grünen das deutsche Volk abschaffen wollen

Bei der konstituierenden Sitzung des Landtages in Nordrhein-Westfalen hatte sich, im Namen seiner Fraktion – der Grünen –, der Abgeordnete Arif Ünal dafür ausgesprochen, die Eidesformel „Zum Wohle des deutschen Volkes“ durch „Zum Wohl der Bevölkerung in NRW“ zu ersetzen. Die Grünen wollen nicht auf das „Wohl des deutschen Volkes“ schwören, da dies nicht die „Lebensrealität in NRW“ widerspiegeln würde. Zwei Millionen Menschen hätten in NRW keinen deutschen Pass. Bezeichnend war vor allem der durchaus starke Applaus, den der seit 30 Jahren in Deutschland lebende türkische Abgeordnete für seine Rede erhielt.

 Der linksliberale Abgeordnete Ünal sei darin erinnert, dass in seinem Heimatland, in der Türkei, bei solchen Reden in der Regel ein Gesetz zur Geltung kommen würde, welches eine mehrjährige Freiheitsstrafe vorsieht. In der Türkei wird solcherlei im Rahmen des Artikel 301, des türkischen Strafgesetzbuches abgeurteilt. Dort werden „Beleidigung der türkischen Nation, des Staates der türkischen Republik und der Institutionen und Organe des Staates“ mit entsprechenden Freiheitsstrafen belegt. Wer die türkische Nation herabwürdigt, kann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu 2 Jahren belangt werden. Viele türkische Nationalisten und Patrioten sind aber auch dafür bekannt, manchmal besonders emotional zu reagieren. Man kann sich also durchaus vorstellen, dass eine Person, die in einem türkischen Parlament die Meinung vertreten würde, dass das türkische Volk abzuschaffen sei, nicht unbedingt die besten Karten auf ein friedliches und erfülltes Leben hätte. In der Bundesrepublik Deutschland ist ein solches Verhalten aber offensichtlich dazu angetan, um Ansehen und Reputation durch die politischen Klasse dieses Staates zu gewinnen. Dies kann ja auch durchaus einer weiteren politischen Karriere förderlich sein. Man erinnert sich vielleicht noch daran, dass vor nicht langer Zeit

Kategorien:Nation & Volk

WM-Kolumne: Schalker Kreisel

Die Spanier haben neulich der Deutschland AG mal richtig gezeigt, wie Fußball gespielt wird. Schon in der ersten Halbzeit hätte ich gerne den Schiedsrichter beauftragt, mal die Anzahl der Spieler in beiden Mannschaften durchzuzählen. Man hatte irgendwie den Eindruck, die Spanier hatten zwei Spieler mehr auf dem Platz.

Das kann aber auch eine optische Täuschung sein. Denn technisch begabte Mannschaften schaffen es immer wieder, sich durch geschicktes Doppelpaß-Spiel in Überzahlsituationen zu bringen. Der gegnerischen Mannschaft fällt dabei die Aufgabe zu, um die sich den Ball zuschiebenden Akteure herumzuirren, immer wieder ins Leere zu laufen, bis sie müde ist, die Konzentration nachläßt. So entstand das einzige spanische Tor zwar aus einer Standardsituation, das heißt aus einem Eckball. Nur mit fehlender Konzentration ist es aber zu erklären, daß der 1 Meter 98 große Per Mertesacker bei dieser Ecke mit dem Kopf nicht an den Ball kam, dafür aber der 1 Meter 78 große Carles Puyol.

Wenn man müde gespielt ist, passieren eben solche Aussetzer. Dabei hätten die Deutschen allen Grund, die spanische Spielweise für sich zu beanspruchen. Denn im Grunde genommen war deren technischer Stil nur eine Kopie des „Schalker Kreisels“. So lesen wir auf „Wikipedia“:

„Der Schalker Kreisel ist eine Spielform im Fußball, die in den 1920er-Jahren von der Mannschaft des FC Schalke 04 um Ernst Kuzorra und dessen Schwager Fritz Szepan entwickelt wurde. Der Schalker Kreisel ist ein Passspiel mit direkten kurzen Pässen, basierend auf dem schottischen Kurzpassspiel. Charakteristisch für diese Form des Zusammenspiels war das aktive Freilaufen der nichtballführenden Mitspieler, um dem Ballbesitzenden permanent mehrere Anspielstationen zu bieten, und so den Ball quasi in das Tor des Gegners zu tragen, mit dem Ideal, alle Gegner ausgespielt zu haben und den Ball in das leere Tor des Gegners zu schieben. Heutzutage wird diese Taktik vor allem als One-Touch-Fußball bezeichnet.“

Siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Schalker_Kreisel

Selbstverständlich braucht man dafür auch die geeigneten Spieler wie Kuzorra und Szepan – oder eben David Villa u. a.

Wenn man ständig in Unterzahl spielt, sollte man sich überlegen, wie man in Überzahl kommt. Das ist in der Politik nicht anders als im Sport. Die Schwarz-Weiß-Roten werden wohl immer in Unterzahl bleiben. Manche Anführer wollen das sicherlich auch so, man bleibt unter sich und darf „Führer“ spielen. Weil man wenig Selbstbewusstsein besitzt, führt man sich im Jahr 2010 nicht selbst, sondern fragt, was der Führer damals getan hatte bzw. was er heute tun würde.

Aber mit Sicherheit nicht – bei Verbot der Hakenkreuz-Flagge – die reaktionäre Kaiserreich-Flagge schwenken. Hitler wußte sehr wohl die schwarz-rot-goldene Fahne in ihrer geschichtlichen Herkunft zu würdigen. Sehr wohl wies er auch auf den Mißbrauch durch die Systemparteien hin. In „Mein Kampf“ schrieb er: „Nur an einer Stelle des deutschen Sprachgebietes war so etwas wie eine bürgerliche Parteifahne vorhanden, in Deutschösterreich. Indem ein Teil des dortigen nationalen Bürgertums die Farben der achtundvierziger Jahre, Schwarz-Rot-Gold, zu seiner Parteifahne erkoren hatte, schuf es ein Symbol, das, wenn auch weltanschaulich ohne jede Bedeutung, staatspolitisch dennoch revolutionären Charakter trug. Die schärfsten Feinde dieser Fahne Schwarz-Rot-Gold waren damals – dies soll man heute nie vergessen – Sozialdemokraten und Christlich-Soziale bzw. Klerikale. Gerade sie haben damals diese Farben beschimpft und besudelt und beschmutzt, genau so wie sie später, 1918, Schwarz-Weiß-Rot in die Gosse zogen. Allerdings war das Schwarz-Rot-Gold der deutschen Parteien des alten Österreichs die Farbe des Jahres 48, also einer Zeit, die phantastisch gewesen sein mochte, allein im einzelnen die ehrlichsten deutschen Seelen als Vertreter besaß […]. Mithin haben erst der Vaterlandsverrat und die schamlose Verschacherung von deutschem Volke und deutschem Gute diese Fahne dem Marxismus und dem Zentrum so sympathisch gemacht, daß sie sie heute als höchstes Heiligtum verehren und eigene Banner zum Schutze der von ihnen einst bespienen Flagge gründen.“

Zwischenbemerkung: Das führte so weit, daß später die deutschen Leninisten-Marxisten Schwarz-Rot-Gold zu den Farben der DDR-Fahne machten. Ulbricht und Honecker beanspruchten die Tradition der bürgerlichen revolutionären Bewegung des 19. Jahrhunderts für ihre Ideologie. Eine selbstbewusste und gut organisierte Arbeiterbewegung hatte es schließlich Anfang des 19. Jahrhunderts noch nicht gegeben; die schwarz-rot-goldenen Burschenschaften waren eine kleinbürgerlich nationalrevolutionäre Bewegung.

Hitler fährt dann wie folgt fort: „So stand bis zum Jahre 1920 tatsächlich dem Marxismus keine Fahne gegenüber, die weltanschaulich den polaren Gegensatz zu ihm verkörpert hätte. Denn wenn sich auch das deutsche Bürgertum in seinen besseren Parteien nach dem Jahre 1918 nicht mehr dazu bequemen wollte, die jetzt auf einmal entdeckte schwarzrotgoldene Reichsflagge als sein eigenes Symbol zu übernehmen, so hatte man selbst doch der neuen Entwicklung kein eigenes Programm für die Zukunft entgegenzusetzen, im besten Fall den Gedanken einer Rekonstruktion des vergangenen Reiches. Und diesem Gedanken verdankt die schwarzweißrote Fahne des alten Reiches ihre Wiederauferstehung als Flagge unserer sogenannten nationalen bürgerlichen Parteien.“ (Adolf Hitler: Mein Kampf. Zwei Bände in einem Band. Ungekürzte Ausgabe, 851.-855. Auflage von 1943. Zentralverlag der NSDAP, Franz Eher Nachf., München, S. 552-553)

Man kann also Hitler für alles mögliche kritisieren, was er tatsächlich äußerte oder getan hatte, oder ihm auch alles mögliche unterstellen. Aber eine Bevorzugung der schwarz-weiß-rot-gestreiften Kaiserreichs-Flagge gegenüber der Schwarz-Rot-Goldenen läßt sich aus seinem Hauptwerk nicht herauslesen. Es gibt also für wahre NS-ler keinen Grund, reaktionärer zu sein als Hitler.

Den immer wieder aufflammenden Fußballpatriotismus sollten deutsche Nationalisten als Bestätigung dafür sehen, daß die Mehrheit der Deutschen zur Normalität zurückfinden will, wie andere Menschen auch einer Nation zugehörig sein wollen. Da dies aufgrund von „Vergangenheitsbewältigung“ und „Schuldkult“ für viele, die Karriere machen oder ein harmonisches Privatleben führen wollen, im politischen Bereich nicht möglich erscheint, fungieren Fußball-EM und WM als Ventil, das immerhin über das nationale Grundbedürfnis unserer Landsleute Auskunft erteilt. Der Migrationshintergrund des einen oder anderen „Nationalspielers“ ist dafür offensichtlich kein Hinderungsgrund. Die „deutsche Nationalmannschaft“ ist – entgegen der Medienpropaganda – nicht d e s h a l b bei uns so populär, weil in ihr mehr Migranten spielen als in den Jahren zuvor, sondern die „Nationalmannschaft“ ist t r o t z d e m immer noch unter den Deutschen populär – weil diese nach nationaler Zugehörigkeit suchen und es eben derzeit keine andere „Nationalmannschaft“ gibt.

Das neue deutsche Nationalgefühl ist derzeit noch ein unverbindlicher Partypatriotismus. Man will national sein, ohne dafür persönliche Opfer bringen zu müssen oder soziale Nachteile in Kauf zu nehmen. Nur eine große soziale Not wird auch die Deutschen dazu bewegen, für die eigene Nation Opfer zu bringen – und die Nationsvergessenen und Antideutschen im Land endlich zur Seite zu schieben.

Jürgen Schwab

Bücher von Jürgen Schwab:
Angriff der neuen Linken – Herausforderung für die nationale Rechte. Hohenrain Verlag, Tübingen 2009, 19,80 Euro.
Die „Westliche Wertegemeinschaft“, Abrechnung, Alternativen. Hohenrain Verlag, Tübingen 2007, 19,50 Euro.
Volksstaat statt Weltherrschaft. Das Volk – Maß aller Dinge. Hohenrain Verlag, Tübingen 2002, 9,80 Euro.

Fußball-WM: Nationale raus aus dem Ghetto!

Den ein oder anderen deutschen Nationalisten scheint die Fußball-WM zur Weißglut zu bringen. So lamentiert man über die ausländische Spieler in der deutschen „Nationalmannschaft“, überlegt sich lieber für Ghana oder andere Nationen die Daumen zu drücken und regt sich über schwarz-rot-goldene Fahnen auf. „Nationale Sozialisten“ reanimieren den ewigen Flaggenstreit, so meint das Freie Netz Köln seine Leser darüber aufklären zu müssen, dass Schwarz-Rot-Gold gar nicht gehe. Wer Schwarz-Rot-Gold schwingt „unterstützt genau das Gegenteil von dem, was wirklich deutsch und national ist.“

Siehe: http://de.altermedia.info/general/fr…comment-page-1

Nun ist es sicherlich so das der Fußball-Patriotismus in Deutschland höchst oberflächlicher Natur ist und in der deutschen „Nationalmannschaft“ zusehends Spieler nichtdeutscher Herkunft spielen, so wie es im Kapitalismus nun einmal gang und gäbe ist. Schließlich hat Paul Breitner damit recht das die WM und internationale Wettbewerbe – wie die Champions-League – ein globalisiertes Milliardengeschäft sind und da kommt es auf die ethnische Herkunft der Spieler kaum an. Insbesondere der Fußballsport ist von vorne bis hinten durchkapitalisiert. Das unter diesen Bedingungen die deutsche, französische und niederländische Nationalmannschaften von Migranten gespickt sind, wird nun kaum jemanden verwundern.

Darüber sollten doch gerade diejenigen Freunde der „nationalen Marktwirtschaft“ einmal dringend nachdenken. Über Cacao und Özil zu schimpfen, wo man doch die Ursachen der Zuwanderung selbst nicht bekämpfen will, sondern Artenschutz für Kapitalisten fordert, macht einen mehr als nur unglaubwürdig. Vielleicht schwingt da auch ein wenig Neid mit, dass nichts in Deutschland den Patriotismus so sehr fördert, wie ein Fußball-Großereignis, den hier dürfen die Deutschen für eine kurze Zeit wieder Nationalstolz empfinden und diesen auch zum Ausdruck bringen. Es handelt sich um ein Massenphänomen, welches jung und alt, quer durch das Spektrum der Parteien und Nichtwähler erfasst. Damit wäre auch bewiesen, dass ein „Sommermärchen“ aus dem Jahr 2006 keine patriotische Eintagsfliege war.

Sicherlich kommt es auch dieses mal wieder zu antinationalen Beißreflexen – so machen sich Antifa-Kids auf Fahnenjagd und vergeben Preise für besonders eifrige Fahnenklauer. Ein Bodo Ramelow hält eine schwarz-rot-goldene Krawatte für eine „Beleidigung“ des Landtages von Thüringen. Allerdings kommt dieses mal die antinationale Kampagne nicht so richtig ins Rollen. Selbst eine Julia Bonk („die Flagenhasserin von der PDS“) scheint dieses mal die WM verschlafen zu haben. Kam 2006 die Kampagne gegen nationale Symbolik noch aus der „Mitte“ und dem Mainstream, so ist dies derzeit eher nur mehr der Antifa überlassen.

Natürlich ist der Patriotismus, der sich derzeit äußert, eher oberflächlich, auch geschieht dies wohl kaum in Erinnerung an die historische Tradition der Farben Schwarz-Rot-Gold. Nun kommt aber das große ABER: Das Zeigen nationaler Symbolik befördert die Normalisierung, das Bekenntnis zur deutschen Nation wird nach und nach alltäglich und zwar vor allem im „einfachen Volk“, also bei Arbeitern und Mittelschichten. Das dies nun von der Bundesregierung, den Medien und der Fußball-Industrie instrumentalisiert wird ist selbstverständlich und sollte wiederum nun kaum verwundern. In Frankreich und Italien würde man sich über eine solche Diskussion gerade unter Nationalen mehr als nur wundern. Man stelle sich vor italienische Nationalisten diskutierten über die Frage ob man die italienische Fahne bejahen dürfe. Mehr als nur abstrus möchte man meinen.

Das ganze hat scheinbar auch etwas mit einer Ghetto-Mentalität zu tun. Der ein oder andere deutsche Nationalist scheint sich für „Elite“ zu halten. Dabei ist doch längst nach außen gedrungen das sich die intelligentesten Deutschen nicht gerade im NW bewegen dürften. Politische Intelligenz hat auch etwas damit sich nicht geradezu zwanghaft von breiten Teilen des deutschen Volkes abzukoppeln. Auch der Siege der schnuckligen Lena Meyer-Landrut hat in nationalen Webforen regelrecht Hassausbrüche ausgelöst. Demgegenüber hatte sich Jürgen Elsässer mächtig für Lena ins Zeug geworfen.

Siehe: http://juergenelsaesser.wordpress.co…any-12-points/

„Ich liebe Deutschland“ (Lena). Dieser Satz scheint aber sektiererhaftes Verhalten auszulösen. Anstatt sich zu freuen, dass ein Bekenntnis zu Deutschland normalisiert wird, spuckt man Gift und Galle. Viele Deutschen haben wieder ein starkes Bedürfnis sich mit ihrer eigenen Nation zu identifizieren. Das dies aber noch nicht weltanschaulich unterfüttert ist, dürfte doch aber kaum jemand wirklich wundern. Die „selbstbewusste Nation“ (Heimo Schwilk) wird sich über die nationale Normalisierung ergeben und nicht unbedingt durch allzu abgedrehtes Gekeife einiger „nationaler Rechter“ (vornehmlich „nationaler Sozialisten“). Die Deutschen möchten sich die WM weder von antinationalen Antifas, noch von einigen gefrusteten Nationalen madig machen lassen. Es gilt durchaus zu erkennen, dass eine positive Bezugnahme zur deutschen Nation kaum aus dem Nichts entstehen will. Deswegen gilt es auf dem vorhandene aufzubauen. Mit solchen Positionen wie sie etwa vom Freien Netz Köln vertreten werden kann man im Volk keinen Blumenstrauß gewinnen.

Kategorien:Nation & Volk

Neufassung des NWSN-Manifestes

Nach nunmehr mehr als zweijähriger Existenz des NWSN und viel Arbeit in diesem Zeitraum, im Kampf mit dem Ziel der nationalen und sozialen Befreiung Deutschlands, kam es – wie es ganz natürlich ist für eine neue politische Gruppe – in den letzten Wochen zu einem Moment des Innehaltens, der Betrachtung des bisher Erreichten und vor allem aber auch zu einer Orientierungsphase und dementsprechenden Diskussionen über den weiteren Weg bzw. die grundsätzliche inhaltliche Ausrichtung des NWSN.

Da – anders als bspw. in vielen Parteien, in denen Denk- und Diskussionsverbote herrschen und Hierarchien, Unterordnung und Zwang auf der Tagesordnung stehen – das NWSN progressiv und demokratisch ist und die Beteiligung eines jeden Einzelnen begrüßt wird und die Denk- und Meinungsfreiheit auch intern oberste Priorität genießt, haben wir diese Diskussionen mit viel Freude, Begeisterung und in bestem Diskussionsklima geführt.

Am Ende dieses Diskussionsprozesses hat sich das NWSN im Konsens auf ein neues bzw. ein überarbeitetes Grundlagenpapier geeinigt, welches wir nun der Öffentlichkeit vorstellen möchten.
Alle Mitglieder des NWSN haben sich freiwillig auf diese neuen Grundlagenpositionen verpflichtet, und gemeinsam werden wir nunmehr unseren Kampf gegen das kapitalistische System und für die nationale Befreiung und die Errichtung eines sozialistischen Volksrätestaates in Deutschland mit aller Entschlossenheit und gegen alle Widerstände fortführen.

In diesem Sinne

Netzwerk Sozialistische Nation, 6. Juli 2010

„Nichts ist so machtvoll wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist.“ – Victor Hugo

„Ich werde mich niemals damit abfinden dass man nichts tut. Ich weiß, warum sie sagen, man kann nichts tun, weil sie nichts tun wollen. Aber ich will etwas getan haben dagegen. Wir haben gelernt, dass Reden ohne Handeln Unrecht ist.“ – Gudrun Ensslin

Die Fünffache Revolution

Manifest des Netzwerks Sozialistische Nation (NWSN)

1.) Die nationalistische Revolution

In einer Zeit, in der das multinationale Kapital in immer stärkerem Maße die Souveränität der Nationen einschränkt und sie teils direkt, teils indirekt über seine Institutionen wie den Internationalen Währungsfonds, die Weltbank usw. zwingt, sich den Erfordernissen des kapitalistischen Weltmarktes unterzuordnen, gewinnt die nationale Frage weltweit neue Bedeutung.

Wir betrachten die Nation als auf den Säulen der Kultur, Tradition, Sprache und Abstammung sowie dem historischen Erbe basierende natürliche Gemeinschaft. Aus diesem Grund treten wir ein für einen emanzipatorischen Nationalismus neuen Typs, der die Völker und Menschen nicht in Höher- und Minderwertige einteilt, sondern ausschließlich auf der Überzeugung basiert, dass jedes Volk das Recht haben muss, sein Schicksal frei von jeder Einmischung selbst zu bestimmen. Das heißt in Deutschland den Kampf um die Unabhängigkeit von NATO und EU aufzunehmen und internationale Solidarität mit allen um ihre Befreiung kämpfenden Völkern zu praktizieren. Der Linksnationalismus, wie er von großen Teilen der nationalen Befreiungsbewegungen weltweit vertreten wird, richtet sich somit gegen Chauvinismus und Imperialismus und ist ein integraler Bestandteil auch unseres Programms.


2.) Die sozialistische Revolution

Da die Freiheit der Völker und Nationen durch die wirtschaftlichen Interessen der Kapitalistenklasse bedroht ist, kann die nationale Frage nicht losgelöst von der Klassenfrage gestellt werden. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, den befreiungsnationalistischen mit dem antikapitalistischen Kampf zu verbinden.

Wir treten ein für einen eigenen, den nationalen Besonderheiten entsprechenden Weg zum Sozialismus des 21. Jahrhunderts, die genossenschaftliche Verfügungsgewalt des Volkes über die gesellschaftlichen Produktionsmittel, eine gerechte Verteilung des erwirtschafteten Mehrwerts und den Klassenkampf aller Lohnabhängigen gegen das Kapital und seine Helfer. Der Klassenkampf ist uns hierbei kein reiner Selbstzweck, denn unser Gegner ist keine Klasse, sondern das kapitalistische System an sich.

In diesem Sinne grenzen wir uns ebenso von dem gescheiterten Modell des Staatssozialismus ab, der seinem Wesen nach nur ein bürokratischer Staatskapitalismus war und lediglich die Herrschaft einer kapitalistischen durch diejenige einer bürokratischen Ausbeuterkaste ersetzte. Stattdessen sehen wir unser Ziel in einem wirtschaftsdemokratischen Volkssozialismus. Wirtschaftsdemokratie ist für uns der Inbegriff aller ökonomischen Strukturen und Verfahren, durch welche an die Stelle elitärer Entscheidungen demokratische treten.

3.) Die ökologische Revolution

Zu einem der wichtigsten Probleme dieser Zeit hat sich das gestörte Verhältnis des Menschen zur übrigen Natur entwickelt. Die bürgerlich-liberale Weltanschauung mit ihrem selbstzerstörerischen Individualismus, mit Dekadenz, Materialismus und Konsumwahn hat den Menschen aus seinem Eingebundensein in die natürlichen Kreisläufe unserer Erde herausgerissen und ist damit für die sich abzeichnende weltweite ökologische Katastrophe verantwortlich. Mit der Entstehung des materialistischen Weltbildes haben wir uns selbst beraubt, wir haben die menschliche Vielfalt ärmer und oberflächlicher gemacht und unseren Sinn für Ehrfurcht vor unserer Umwelt verloren.

Wir treten daher ein für eine neue tiefenökologische Politik mit bioregionalen Ansätzen, die sich nicht in reformistischen Maßnahmen eines rein technischen Naturschutzes erschöpft, sondern eine radikale Bewusstseinsrevolution fordert. Ausgehend vom Standpunkt eines ganzheitlichen Menschenbildes, ist das Ziel die Wiedereinordnung des Menschen in das Gesamtgefüge des natürlichen und kosmischen Lebenskreislaufs.

4.) Die kulturelle Revolution

Das Streben des multinationalen Kapitals nach einer nur den Markt- und Profitgesetzen gehorchenden „One World“ hat durch den Einsatz der modernen Kommunikationsmittel und durch die rasche Ausdehnung der Weltmarktverflechtungen eine besondere Form des Imperialismus noch deutlicher als früher auf der ganzen Erde hervortreten lassen: Den Kulturimperialismus, der die Verschiedenheit und Andersartigkeit der Völker und Kulturen zugunsten eines genormten, geplanten und manipulierbaren Einheitsmenschen zu beseitigen droht.

Wir treten ein für die kulturelle Erneuerung der Völker sowie gegen alle universalistischen Vereinheitlichungstendenzen und kämpfen gegen die kulturelle Kolonialisierung auch im eigenen Land. Dabei setzen wir dem kapitalistischen Prinzip der Entfremdung, das gerne im Gewand eines sich humanistisch gebärdenden Weltbürgertums auftritt, das Prinzip der kulturellen Verwurzelung und der regionalen und nationalen Identität entgegen.

Auf Grundlage moderner wissenschaftlicher Erkenntnisse betrachten wir die ethnokulturelle Identität sowohl als Ausdruck wie auch als Voraussetzung sozialen menschlichen Zusammenlebens. Sie bildet das Fundament einer offenen, zukunftsgerichteten und nachhaltigen Gesellschaft, in der freie kreative Tätigkeit auf den Trümmern der Lohnsklaverei und ein höheres Bildungsniveau durch Motivation und Selbstverwirklichung im Dienste der Gemeinschaft erst verwirklicht werden können. Für ein respektvolles Miteinander der Kulturen und eine freundschaftliche Einstellung zu anderen Völkern ist die Achtung der eigenen Kultur absolute Grundbedingung.


5.) Die demokratische Revolution

Der bürgerlich-liberale Parlamentarismus wie auch diktatorische Modelle staatskommunistischer oder regierungsfaschistischer Prägung sind angesichts der nationalen wie internationalen Herausforderungen kläglich gescheitert. Das Recht des Volkes auf Selbstbestimmung nach außen und nach innen erfordert eine neue, von der direkten Mitwirkung geprägte Form der Demokratie.

Wir treten ein für eine direkte, basisgebundene und dezentrale sozialistische Volksrätedemokratie mit Rechenschaftspflicht, Kontrollierbarkeit und Abwählbarkeit der Funktionsträger auf allen Ebenen. Hierzu gehört auch die größtmögliche Selbstverwaltung der Gemeinden und Regionen im Verbande der souveränen und freien deutschen Nation.

„Wir deutschen Sozialisten haben das stärkste Interesse daran, die nationale Selbstbestimmung des deutschen Volkes innerhalb einer europäischen Völkerorganisation gesichert zu sehen. Wir wollen die Internationale um des Sozialismus und der Nation willen, wir wissen aber, dass eine internationale Gesinnung und Organisation nur möglich ist, wenn wir als Nation geeint und frei dastehen. Uns ist die Nation kein Durchgangspunkt zu einem kulturlosen Menschheitsbrei, sondern die schicksalsgebundene Lebensform, in der wir an den übernationalen Zwecken der Menschheit allein mitarbeiten können und wollen!“

(aus: Hermann Heller: Sozialismus und Nation, Berlin: Arbeiterjugend-Verlag 1925)

Quelle: http://www.nwsn.info/portal/index.ph…ngen&Itemid=64

Vaterlandsloser Nachbar?

„Frankreich ist weder ein Volk noch eine Sprache, noch ein Gebiet, noch eine Religion. Es ist ein Sammelsurium von Völkern, die zusammenleben wollen. Es gibt keine angestammten Franzosen, sondern es gibt Frankreich nur als Gemisch aus Menschen unterschiedlicher Herkunft.“

Worte, aus denen eigentlich die Hymne der BRD-Gutmenschen gemacht ist. Doch weit gefehlt; kein geringerer als der französische Einwanderungsminister Eric Besson sprach diese Worte am 5. Januar dieses Jahres aus. Verständlich, spricht der in Marokko geborene Sohn eines Franzosen und einer Libanesin nicht nur in eigener Sache, sondern geradezu im Sinne seines Chefs, des französischen Präsidenten Sarkozy.

Denn, so die Junge Freiheit:“Schon 1999 gestand er (Sarkozy; Anm.: M.G.) seinem alten politischen Rivalen Philippe de Villiers, der heute für Libertas im Europaparlament sitzt: „Du hast Glück, Philippe, daß du Frankreich liebst, seine Geschichte, seine Landschaften. Mich persönlich läßt das alles kalt. Ich interessiere mich nur für die Zukunft.“

Wobei er natürlich nur seine persönliche meinte.

Später präzisierte er.

„Sarkozy wiederum, der jüngst erklärte, er sei zum Präsidenten gewählt worden, „um die französische nationale Identität zu verteidigen“, schrieb 2006: „Ich glaube, daß die Franzosen sich ein neues Frankreich wünschen (…) Ein Frankreich, in dem der Begriff ‘angestammter Franzose’ nicht mehr existiert.“

Desillusionierenderweise lassen sich die Nachkommen der französischen Revolution und des „Napoleonischen Reiches“ das alles, genau wie ihre, der Dekadenz anheimfallenden, östlichen Nachbarn in der BRD, ohne nennenswertes Aufbegehren gefallen.

Da bleiben Fragen:

Gibt es keine „Grande Nation“ mehr, oder hat das Verdummungsvirus auch hier signifikant zugeschlagen, oder ist das der Beginn der europäischen Harmonisierung auf dem Sektor der Volksverblödung, was, bei aller vermeintlicher „Erbfeindschaft“, kein Trost für uns sein kann.

Zitate: http://www.jungefreiheit.de/Weder-ein-Volk-noch-eine-Sprac.154.98.html?&cHash=98a3e13f47&tx_ttnews%5Btt_news%5D=86101

Mönch Gregor

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EU-Projekt erforscht Minderheitensprachen

In der EU gibt es rund 60 Regional- und Minderheitensprachgemeinschaften mit 40 Millionen Menschen. Zwar schützt Artikel 22 der Europäischen Grundrechtecharte die sprachliche, religiöse und kulturelle Vielfalt (was im Übrigen nicht für zugewanderte Bevölkerungsgruppen gilt!), aber die Wirklichkeit sieht oftmals anders aus und mündet nicht selten in Kulturzerstörung. Nunmehr hat jedoch die EU-Kommission das Projekt ELDIA („European Language Diversity for All“) über die Minderheitensprachen gestartet. ELDIA lief Anfang März 2010 an und untersucht die auf Regional- und Minderheitensprachen einwirkenden Kräfte. Analysiert wird dabei nicht zuletzt die Möglichkeit ihrer Erhaltung als lebendige Sprachen. Die Federführung liegt bei der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz. Mit 2,7 Millionen Euro Fördergeldern untersuchen Fachleute bis 2013 größere und kleinere Minderheitensprachen. Von diesen werden acht in EU-Staaten gesprochen, vier in Norwegen und Russland. Beteiligt sind acht Hochschulen in Deutschland, Schweden, Finnland, Österreich, Estland und Slowenien, und die Projektforscher kommen aus den Disziplinen Rechtswissenschaften, Soziologie, Linguistik und Statistik. Endziel ist die Entwicklung eines auf alle Minderheitensprachen weltweit übertragbaten Vitalitätsbarometer. Dieses dürfte Hinweise auf die oftmals verheerenden Ergebnisse der Sprach- und Kulturpolitik mehrsprachiger Staaten liefern.

Nationalrevolutionäre Nachrichten

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Migrationshintergrund

Nach dem 4 : 1 – Sieg über England steht die Deutschland AG im Viertelfinale gegen Argentinien. Die ungerechte Entscheidung des Schiedsrichters, das Tor der Engländer zum 2 : 2 nicht anzuerkennen (der Ball war hinter der Torlinie), kann man als „Rache für das Wembleytor“ von 1966 sehen oder auch nicht.

Wie immer hatte Fußballgott Günter Netzer richtig geurteilt, daß solche Spiele immer auch durch Fehler des Schiedsrichters entschieden werden (wie auch einem Tor der Argentinier gegen Mexiko eine Abseitsstellung vorausgegangen war). Daß man nun bei jeder strittigen Entscheidung das Spiel minutenlang unterbrechen soll, um am Rande des Spielfelds Videobeweise zu diskutieren, würde den Spielfluß erheblich einschränken. Möglich wäre sicherlich (bei einer neuen Regelung) ein Tor wie das der Engländer nach Spielabpfiff nachträglich anzuerkennen. Aber dann hätten die Engländer behauptet, daß eine sofortige Anerkennung des Tors dem Spiel einen anderen Verlauf gegeben hätte. Aber mit „hätte“ und „wäre“ kommt man hier auch nicht weiter.

Der deutsche Sieg war sicherlich glücklich, aber nicht unverdient. Das Spiel der Deutschland AG war von der Spielanlage her besser als das der England AG. Woran sicherlich auch die Spieler mit Migrationshintergrund, allen voran Özil, beitrugen. Man sollte nicht das Erfolgsargument mit dem nationalen Argument vermischen. Eine serbische Mannschaft, in der nur Serben spielen, ermöglicht den serbischen Fußballanhängern eine besser Identifikation mit ihrer Mannschaft. Selbst wenn man frühzeitig ausscheidet oder sich gar nicht für die Endrunde qualifiziert (wie diesmal die Kroaten), sind gerade „kleine Nationen“ wie die Serben, Slowaken, Slowenen stolz auf ihre Nationalmannschaften, auch wenn man „nur“ mal wie die Serben den Deutschen ein Bein gestellt hatte. Aber immer hin aus eigener Kraft.

Die Marktwirtschaft mit ihren Arbeitsmärkten ist die Ursache der Migration. Wer darüber nicht reden möchte, sollte über Multi-Kulti schweigen. Hätte die serbische Wirtschaft doppelt so hohe Löhne wie die deutsche, so würden die Türken bei uns nach Belgrad ziehen, um dort zu arbeiten. Deren Kinder und Enkel würden dann eventuell später in der serbischen „Nationalmannschaft“ spielen (Apartheidsysteme wie das in Südafrika sind selten von langer Dauer). Unter diesem Gesichtspunkt fungieren kapitalistische Nationen als wirtschaftliche Erfolgsgemeinschaften.

Im 19. Jahrhundert sind viele deutsche Bauernsöhne, Arbeiter und Dienstmägde, die bei uns nichts geerbt hatten, wenig zu beißen hatten, ausgewandert. Auch sie waren Migranten, deren Nachkommen jetzt für Argentinien, Australien oder die USA spielen.

Wie Gabriel Heinze für Argentinien:

Siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Gabriel_Heinze

Wie Mark Schwarzer für Australien:

Siehe: http://www.goal.com/de/news/2833/know-your-rivals/2010/05/22/1937024/australien-schwarzer-und-kewell-fallen-gegen-neuseeland-aus

Wie Benny Feilhaber und Marcus Hahnemann im US-Team:

Siehe: http://www.welt.de/sport/wm2010/article7909955/Die-Spieler-Kader-der-Gruppe-C.html

Also Migranten gibt es, seit es Menschen gibt, die sich einzeln oder in Gruppen bessere Zukunftschancen erobern wollen. Auch in meiner Heimat, dem unterfränkischen Teil des Odenwaldes gibt es viel Migrationshintergrund. Soweit wir die Geschichte zurückverfolgen können, haben bei uns zuerst die Kelten gesiedelt, dann wurde das Gebiet (südlich des Limes) von den Römern erobert und auch besiedelt, später waren die Eroberer die germanischen Alemannen und Chatten. Und alle haben sich schön vermischt, den Chatten verdanken wir unsere Mundart – das Rheinfränkische. In den östlichen Teilen Deutschlands kommen noch die Slawen (Wenden) als vierte Hauptgruppe hinzu.

Der Volkswerdungsprozeß der Deutschen war in etwa im 10. Jahrhundert im großen und ganzen abgeschlossen. Seitdem entwickelt sich auch bei uns die Kultur weiter, aber der Genpool blieb relativ stabil. Zuwanderung gab es immer mal, aber fast immer nur aus anderen europäischen Gebieten. So trug der deutsche Torwart beim legendären Wembley-Tor von 1966 den polnischen Nachnamen Tilkowski – in Dortmund kein ungewöhnlicher Name.

Siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Tilkowski

Seit ein paar Jahrzehnten ergießt sich die Migration, die uns erreicht, auch aus nicht-europäischen Herkunftsländern. Durch die Globalisierung entstehen Armut in der sogenannten Dritten Welt und in Schwellenländer, die Menschenmassen in Bewegung setzt. Die Kapitalisten bei uns brauchen Lohndrücker, zusätzliche Konsumenten und Mieter. Fällt ein Teil dieses Menschenspektrums aus dem aktiven Arbeitsmarkt raus, gibt es für diese Reservearmee des Arbeitsmarktes staatliche Transferleistungen. Aber viele Erwerbslose können doch noch als Gebäudereiniger oder Hilfsarbeiter für eine Leiharbeitsfirma in Betracht gezogen werden. Daß deren Kinder und Enkel dann – schon aus Gründen des Aufstiegswillens – die BRD-Staatsbürgerschaft wollen –, kann man ihnen gar nicht mal verdenken. Am Ende spielen sie dann in der „Deutschen Nationalmannschaft“.

Es verändert sich zwar vieles in Deutschland, aber nicht alles. Nach wie vor schießt Müller Tore für die Nationalmannschaft. Und Miro Klose brach in der ersten Halbzeit nach einem weiten Ball von Neuer in den englischen Strafraum ein – wie ein echter Sturzkampfbomber. So jedenfalls sieht es die englische Boulevardpresse.

Jürgen Schwab

Bücher von Jürgen Schwab:
Angriff der neuen Linken – Herausforderung für die nationale Rechte. Hohenrain Verlag, Tübingen 2009, 19,80 Euro.
Die „Westliche Wertegemeinschaft“, Abrechnung, Alternativen. Hohenrain Verlag, Tübingen 2007, 19,50 Euro.
Volksstaat statt Weltherrschaft. Das Volk – Maß aller Dinge. Hohenrain Verlag, Tübingen 2002, 9,80 Euro.

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Die Deutschland AG ist bunt

Die deutsche Fußballnationalmannschaft gewann gestern ihr erstes Gruppenspiel gegen Australien mit 4 : 0. Unabhängig der Ergebnisse stellen sich deutsche Nationalisten zunehmend die Frage, ob deutsche Fußballanhänger überhaupt noch einer deutschen Nationalmannschaft zujubeln? Schließlich wirkt der Kader bei der aktuellen Weltmeisterschaft zunehmend multirassisch. Und zwar vielfältiger als man dies noch in seiner in Westdeutschland verbrachten Kindheit gewohnt war: also vom ziemlich nordischen Sepp Meier über den dinarischen Franz Beckenbauer bis hin zum ostischen Gerd Müller („kleines dickes Müller“). Mittlerweile lassen die Augenstellung Özils und die Hautfarbe Cacaus erkennen, daß Deutschland auch in dieser Hinsicht längst in der Westlichen Wertegemeinschaft angekommen ist. Manche im deutschen Nationalen Widerstand sprechen sich schon dafür aus, künftig Italien und Spanien die Daumen zu drücken, weil die noch europäischer wirken als die deutsche Nationalmannschaft.

Deutsche Nationalmannschaft? Ist es nicht vielmehr so, daß schon längst die nationalen Emotionen, beispielsweise die Konkurrenz der Nationen im Sport, der Logik des Marktes unterworfen sind? Da können sich manche in der Sendung „Wünsch Dir was!“ noch so sehr eine deutsche Marktwirtschaft ohne Neger und Türken wünschen, dies hat allerdings mit der Wirklichkeit und mit den gesellschaftlichen Kräften nichts zu tun.

Siehe: http://www.fahnentraeger.com/index.php?option=com_content&view=article&id=372:marktwirtschaft-ohne-neger-&catid=28&Itemid=88

In Wirklichkeit ist die sogenannte Fußballnationalmannschaft längst integraler Bestandteil der „Deutschland AG“. Diese ist auf wirtschaftlichen Erfolg ausgerichtet, und auf sonst nichts. Auch die einzelnen Spieler handeln so. Mesut Özil beispielsweise ist sicherlich immer noch türkischer Patriot, beim Abspielen der deutschen Nationalhymne vor dem Spiel soll er Koransuren murmeln. Aber irgendwie ist ihm das Geld wichtiger als Herkunft und Religion. Schließlich wäre er mit der türkischen Nationalmannschaft gar nicht bei dieser WM in Südafrika dabei. Indem er für die Deutschland AG spielt, kann er seinen Marktwert als Fußballer erhöhen. Sämtliche Vereinsbosse und Manager schauen sich diese WM an, werden sicherlich auch auf den sehr talentierten Özil mehr als ein Auge werfen.

Der „Antirassismus“ des DFB …

Siehe: http://www.youtube.com/watch?v=DIRCLbsIeb8

… speist sich im wesentlichen aus wirtschaftlichen Interessen. Schließlich ist der Hauptsponsor des DFB die Daimler AG, die ihre Autos nicht zuletzt mit türkischen und anderen ausländischen Arbeitern produziert. Insofern sollten diejenigen im Nationalen Widerstand, die regelmäßig ihren Gebetsteppich vor dem „guten deutschen produzierenden Kapital“ ausrollen, sich einmal fragen, in wie fern ihre eigene Ideologie einen Beitrag zu „Multikulti“ leistet?

Trotz aller Vermischungstendenzen gibt’s noch kulturbewusste deutsche (Ex-) Fußballer. Während die Organisatoren der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika unlängst Berichten widersprochen hatten, daß im Organisationskomitee (OK) wegen des Lärms in den Stadien über ein Vuvuzela-Verbot nachgedacht werde, sagte OK-Sprecher Rich Mkhondo: „Vuvuzelas sind ein kulturelles Phänomen für unser Land und für den Fußball“.

Siehe: http://www.focus.de/sport/fussball/wm-2010/vuvuzelas-verwirrung-um-die-nervende-troete_aid_518889.html

Dem widersprach neulich in einem deutschen Fernsehprogramm Günter Netzer, der mit Humor deutlich machte, daß wenigstens er noch eurozentrisch veranlagt ist, weshalb ihn dieser monotone Tröten-Lärm nervt.

Siehe: http://www.youtube.com/watch?v=g4G6qXWahS4

Jürgen Schwab

Bücher von Jürgen Schwab:
Angriff der neuen Linken – Herausforderung für die nationale Rechte. Hohenrain Verlag, Tübingen 2009, 19,80 Euro.
Die „Westliche Wertegemeinschaft“, Abrechnung, Alternativen. Hohenrain Verlag, Tübingen 2007, 19,50 Euro.
Volksstaat statt Weltherrschaft. Das Volk – Maß aller Dinge. Hohenrain Verlag, Tübingen 2002, 9,80 Euro.

Kategorien:Nation & Volk

Die „völkische“ Antifa

Auf dem bekannten Antifa-Webportal Indymedia zeigte sich, dass dort ab und an die nationale Frage thematisiert wird. Scheinbar darf auf Indy zumindest der nordirische, arabische, baskische und indische sowie südafrikanische Linksnationalismus thematisiert werden. Wenn aber deutsche Linksnationalisten bzw. sozialrevolutionäre Nationalisten auch in Deutschland für eine sozialistisch grundierte Nation eintreten, so ist man sofort mit der Nazi/Faschismuskeule zur Hand. Siehe: http://de.indymedia.org/2010/03/2756…l?c=on#c637479

Während die Linke in Deutschland aber in den letzten Jahren etwa zum Thema Nordirland und dem nationalen Befreiungskampf gegen die britische Fremdherrschaft schwieg, waren im Gegenzug sozialrevolutionäre Nationalisten nicht untätig geblieben. Siehe: http://www.nwsn-kollektiv-west.info/?p=768

Auf Antifa-Demonstrationen und Webseiten kann man stets solche markigen Sprüche wie „Gegen jeden Nationalismus“ vernehmen bzw. lesen. Eine Antifa-Gruppe aus Hannover verkündet, sie sei gegen „jeden Nationalismus – in jeder Form und Tracht“, andere Antifa-Gruppen machen gleich ein ganzes Phrasen-Fass auf: „Gegen Nationalismus, Sexismus und Antisemitismus“. Gerne verpoppt man die kaum vorhanden Inhalte zu einer „antinationalen Kritik“, „Volk und Staat abschaffen“, „Nie wieder Deutschland“. Dabei neigt man doch in Wahrheit zu einem absurden Komödienstadel. So entpuppte sich etwa eine Antifa-Demonstration unter dem Motto „No Love for the Nation – Gegen Deutschland und seine Freunde“ als „nationalistische“ Fahnenparade. Israelische und US-amerikanische „Nationalisten“ im Gewand der antinationalen sowie antideutschen Antifa nahmen die Veranstaltung zum Anlass, ihre Kritik an „Volk, Staat und Nation“ zu präsentieren und zwar durch das demonstrative Schwenken von Stars-and-Stripes Fahnen sowie der Fahne des Staates Israel, welcher von einer nationalkonservativen bis „ultra-nationalistischen“ Regierung regiert wird. Nach allgemeiner Definition in dieser Republik also Rassisten und Rechtsradikale. Im Vulgo-Sprech der Antifa „Faschisten“ und „Nazis“. Siehe: http://antinationale.org/?page_id=189

Andere „Antinationale“ wie die „Antifaschistische Revolutionäre Aktion Berlin“ (ARAB) scheinen wahre Meister der paranoiden Selbsttäuschung zu sein. Die Freunde des baskischen und kurdischen Nationalismus riefen zur Teilnahme an einer „antinationalen Parade“ auf. Die größten Spaßvögel findet man aber wohl bei der „Roten Antifa“ aus Duisburg. Die sich pseudo-antiimperialistisch gebenden „Antifaschisten“ kämpfen zwar laut diversen Wortmeldungen gegen Imperialismus und Neokolonialismus, solidarisieren sich zu Recht mit baskischen, kurdischen und arabischen Nationalisten, um sich dann in einem Text als einzige Vertreter des wahren „Antideutschtums“ in Szene zu setzen. „Kämpfe mit uns gegen Staat, Nation und Kapital“, so das Motto der ansonsten strammen Freunde des kurdischen oder baskischen Nationalismus. Siehe: http://www.rote-antifa.org/index.php…tent&Itemid=77

Auch ansonsten gibt es solcherlei antifaschistische Wirrnis im Übermaß. Bei einer Demonstration gegen den israelischen Terrorangriff auf Gaza mischten sich munter Anhänger der türkischen MHP (Partei der Nationalen Bewegung) mit der Antifa. Ein türkischer Demonstrant verlangte aufgebracht nach dem verblichenen Reichskanzler Adolf Hitler und die Antifa ruft „Hoch die internationale Solidarität“. Offenbar nimmt man es mit dem Kampf gegen „Nazis“ und „Faschisten“ äußerst genau, so rief auch ein „Netzwerk gegen Rechts“ zu dieser Demonstration auf. Bei der trotzkistischen „Sozialistischen Alternative“ (SAV) möchte man den Nationalstaat überwinden, leistet sich aber gleichzeitig in ihren Reihen albanische Nationalisten wie Max Brym, der sich auf Hagalil auch als eifriger Vorkämpfer des Zionismus hervortut. Jener fungiert auch als Herausgeber der antiserbischen Seite „Kosova Aktuell“: Siehe: http://kosova-aktuell.de/index.php?o…tpage&Itemid=1

Der Ex-Neonazi, DVU- und NPD-Aktivist, Zögling von Gerhard Frey und Udo Voigt, Jörg Fischer war als professioneller „Nazi-Aussteiger“, Talkshow-Dauergast und gefragter Rechtsextremismus- „Experte“ ebenfalls bei der SAV untergekommen. Fischer sollte sich auf Hagalil wie sein „Parteigenosse“ Brym als israelischer Nationalist gebärden. Einer der Lieblingspolitiker von Fischer ist nun der niederländische antiislamische Rechtspopulist und Parteigänger Israels, Geert Wilders. Eine Vorliebe, die er mit den Machern der Internetportale PI und Gesamtrechts sowie mittlerweile auch einigen Autoren der NPD-nahen Deutsche Stimme gemeinsam hat.

Ein besonderes Phänomen sind die sogenannten „Antideutschen“, eine Strömung die Ende der 80er, bzw. Anfang der 90er Jahre entstanden war. Zunächst sollte man sich in dem „Nie wieder Deutschland“-Bündnis der „radikalen Linken“ sammeln. Später sollte man sich als Sachverwalter der serbischen Sache sehen – Milosevic, Mladic und Karadzic, schließlich ging man dazu über, den aggressiven Imperialismus der USA und Israels mit allen Mitteln zu unterstützen. Muslime wurden pauschal zu „Islamnazis“ erklärt. Führende Vertreter der Antideutschen entwickelten sich zu deren schärfsten Kritikern – so der heute linksnational orientierte Jürgen Elsässer und Wolfgang Pohrt, der 1991 noch einen Nuklearschlag gegen den Irak in „Konkret“ eingefordert hatte. Der Herausgeber der „Konkret“, Hermann L. Gremliza, Altmeister der Antideutschen, denkt heute offenbar an ein Bündnis mit „nationalen Sozialisten“ – wenn auch nicht mit deutschen Nazis. Unter dem Titel „Nazis gegen Deutschland“ schrieb der Kolumnist der „Konkret“: Vonas Partisanen ziert von Sofia bis Helsinki ein Strauß disparater Obsessionen bezüglich Ausländern, Juden, Schwulen, Behinderten, Bürokratie, Korruption, Verrat, ein in die jeweilige Nationalfarbe chargiertes Ressentiment, nicht unähnlich dem, das sich in Gaza und Ramallah findet. Nur dass Europas Palästinenser Moslems hassen und Vonas Juden die Deutschen sind.“ Die Rede ist hier im Übrigen von der ungarischen Jobbik. Weiter im Text: „Die besseren“ und die „wahren Finnen“ aller Länder lassen sich, bevor sie ihren chauvinistischen und rassistischen Werktag beginnen, nicht mehr von Sonntagsrednern belehren. Die Krise ihrer Länder ist Europa, und Europa ist zuerst ein Deutschland, dem besonders die Osteuropäer seine wunderhafte Verwandlung vom verbrecherischen Staat der bekannten Geschichte in ein humanistisches Wunderland nie wirklich geglaubt haben. In Ideologiekritik sind die Kaczynskis jedem Habermas überlegen. Anders als der und Polens umgänglicher Premier Tusk machen die Zwillinge sich über das neue Deutschland keine Illusionen und sehen in ihrem gerechten Hass über nichts hinweg, auf das, was sogar die zivilisierten Franzosen, Amerikaner und Dänen noch immer Boches, Krauts und Tyske Pak nennen, auch nicht über Erika Steinbach, die menschenrechtspolitische Sprecherin der Unionsfraktion, und ihre NS-Nachfolgeorganisation, schon gar nicht um des lieben Friedens und zur Rettung irgendwelcher Geschäfte willens.“

Siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Jobbik
http://de.wikipedia.org/wiki/Wahre_Finnen

Bei der Zeitschrift „Bahamas“ hatte man sowieso schon längst die politische Rechte entdeckt. Da wurde schon einmal Le Pen zum Partner der „Israelsolidarität“ ernannt, Pim Fortuyn zum Vorkämpfer für einen antimuslimischen Liberalismus und die NPD als zu mau im Umgang mit dem Islam kritisiert. Nun hat das Flaggschiff der „antideutschen Kritik“ auch noch die Selbstbezeichnung „antideutsch“ abgelegt. So hat man bei den „Antideutschen“ nun nicht nur „Antisemitismus“ – was auch sonst – ausgemacht, sondern man stört sich auch an einer „Deutschlandkritik“, was nun bei der Bezeichnung „Antideutsche“ wirklich unglaublich wunderlich wirken dürfte. Großmeister Justus W. schreibt: „Womit ich bei Deutschland bin. Leute, die in dem Fußball-Weltmeisterschaftszirkus 2006 eine faschistische Gefahr erkannt, oder aus den blöden Sprüchen der Popgruppe Mia einen völkischen Aufbruch herausgelesen haben, nennen sich antideutsch. Leute, die, wie eine Gruppe namens kittkritik, sich, scheinbar an Clemens Nachtmann orientiert, mit postnazistischer Kultur auseinandersetzen und stolz darauf sind, einen „intergenerativen“ Ansatz zu vertreten, mithin jedem Kritiker ein schlechtes Zeugnis ausstellen, der nicht zuerst von seinem braunen Großvater oder Urgroßvater erzählt, und so ausweist, wie befangen sein Denken notwendig sein müsse, gelten auch als antideutsch. Wozu rechnet man denn eigentlich jene, die dauernd zur Feindfahrt gegen die „Scheißdeutschen“ aufrufen und „Mehlsäcke klatschen“ gehen.“ (Bahamas Nr. 57) Scheinbar ist bei den Antideutschen aber desweiteren die „Querfront“ schon relativ weit gediegen. Siehe: http://www.pi-news.net/2009/01/jetzt…o-in-duisburg/

Hatte man zunächst dargelegt, warum die bürgerliche und pro-imperialistische Zeitung „Welt“ ein Partner im „gemeinsamen kommunistischen Unternehmen“ wäre, ist man mittlerweile bei der „Jungen Freiheit“ angekommen. So findet man unter den Autoren der „Jungen Freiheit“ unter anderem folgenden Herren: http://danielleonschikora.blogspot.com/

An sich ist, wie man sieht, sowohl die Position der sich antideutsch wie auch der sich antinational generierenden Antifa „völkisch“. Die „völkische“ Gesinnung bezieht sich zwar nicht auf die eigene – die deutsche – Nation, sondern manifestiert sich als Ersatznationalismus. Dem Gerede von „Rassismus“ und „völkischem Nationalismus“ können sozialrevolutionäre Nationalisten ganz entspannt begegnen. Dabei ist klar, dass wir Nationalrevolutionäre uns eindeutig antiimperialistisch positionieren und uns eine internationale Solidarität mit den um Befreiung kämpfenden Völkern ein echtes Herzensanliegen ist. Aber echte Antiimperialisten haben sich auf die eigene Nation zu beziehen, da Antiimperialismus immer nationalistisch grundiert ist. Ein antinationaler Antiimperialismus ergibt keinen Sinn und ist nur Ausdruck eines Nationalmasochismus, der nur Helfer des modernen Imperialismus sein kann. Ein Antiimperialismus, der sich nicht auf die nationale Souveränität bezieht, ist also vollends sinnlos. Die nationale und soziale Befreiung hat also zunächst im eigenem Land zu beginnen.

Der bei der „Jungen Welt“ und dem „Neuen Deutschland“ hinausgemobbte Jürgen Elsässer hatte dies erkannt und die „neue nationale Frage“ gestellt. Ihm geht es um die Verteidigung des deutschen Nationalstaates gegen die Angriffe des globalisierten Finanzkapitals. Elsässer bezieht dabei sehr eindeutig Stellung gegen den neuen Imperialismus, hat aber einen mehr als fatalen Fehler begangen. Elsässer übersieht, dass eine Kritik des Imperialismus als höchste Stufe des Kapitalismus einer eindeutigen Analyse des Kapitalismus bedarf. Er will aber einen angeblichen Widerspruch zwischen dem US-Finanzkapital und dem europäischen Industriekapital erkannt haben. Das bei Elsässer nun vorgeblich „gute“ europäische Kapital sei gegen die Angriffe aus Übersee zu schützen. Selbst der Bankenkapitalismus der Schweiz gilt ihm nun als schützenswert (siehe dessen Compact-Buch „Erfolgsmodell Schweiz“).

Mit dieser unrichtigen Trennung von Finanz- und Industriekapital muss Elsässer aber aufpassen, nicht schon etwa von einem Arne Schimmer (Deutsche Stimme, Hier & Jetzt) „links“ überholt zu werden. So konstatiert Arne Schimmer: „Die Ursachen der Krise liegen im System, nicht in Einzelpersonen. Seit den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts läuft die sogenannte dritte industrielle Revolution. Der Einsatz von EDV, Mikroelektronik, Nanotechnik und Robotern macht menschliche Arbeit zunehmend überflüssig. Der daraus folgende massenhafte Arbeitsplatzabbau lässt die Binnenmärkte abschmelzen und führt zu einer zunehmenden Weltmarktorientierung des Kapitals und einer Zerstörung aller kleinräumigen wirtschaftlichen Strukturen auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene. Durch die immer stärkere Auslagerung betriebswirtschaftlicher Funktionen und deren Verstreuung in Regionen mit niedrigen Lohnkosten verwandelten sich vormals nationale Unternehmen in rasantem Tempo in transnationale Konzerne, was wiederum zu einem Zerfall nationalstaatlicher Strukturen führt, die durch den internationalen Standortwettbewerb immer weniger finanzierbar werden. Mit der Auflösung ganzer Volkswirtschaften in transnationale Betriebswirtschaften, die aus einem Gewirr ausgelagerter und über den Globus verstreuter Tochterfirmen, Subunternehmen und Sub-Subunternehmen bestehen, wird auch der Staat mehr und mehr zu einer sich zersetzenden leeren Hülle. Die Zahl der gescheiterten Staaten nimmt zu, Anomie macht sich breit. Eine nationale Kapitalismuskritik Muss diese Prozesse analysieren und darf sich nicht an falschen Feindbildern abarbeiten.“

Verschmelzung und Monopolisierung von Finanz – und Industriekapital sind gerade heute an der Tagesordnung, nicht umsonst sprechen auch bürgerliche Kreise von einer „Finanzindustrie“. Die bei Lenin analysierte Verschmelzung des Industrie- und Bankensektors findet in Zeiten der kapitalistischen Globalisierung ihren vorläufigen Höhepunkt. Die Finanzkrise kann daher nicht als alleiniger Angriff des US-Finanzkapitals gewertet werden, wie von Elsässer behauptet. Die kapitalistische Weltkrise hat in Wahrheit ihre Ursachen auch in den wachsenden Widersprüchen des Kapitalismus, in dem Problem der Verwertbarkeit des Kapitals. Der Wachstumszwang hat den Gegenwartskapitalismus in eine fundamentale Krise gestürzt, weil dieser grundsätzlich eine ständig wachsende Staatsverschuldung voraussetzt. Der vorausgesetzte Mehrwert kann real nicht umgesetzt werden, es kommt zur Überproduktion und Stagnation. Dieser Widerspruch führt zu einem ständigen Zwang des Marktwachstums, dessen Verwertung immer stärker von virtuellen Krediten abhängig ist. Der virtuelle Überbau des Finanzsystems hat sich schon seit mehreren Jahrzehnten von der Realwirtschaft entkoppelt. Folgen sind eine schnellere Abfolge der Systemkrisen, Massenarbeitslosigkeit, Verarmung und die Schaffung einer neuen Unterklasse. „Fiktives Kapital“ sorgt seit 15 Jahren dafür, dass sich die Krise des Finanzblasensystems immer heftiger in der Realökonomie niederschlägt. Aufschwünge und kleine „Wirtschaftswunder“ basieren auf rein virtueller Fiktion, da sie sich über die Strapazierung von Finanzblasen „finanzieren“.

Vor diesem Hintergrund formierte sich auch die Verschärfung eines Klassenkampfes von oben. Während eine kleine Schicht immer mehr Reichtum anhäufen kann, kommt es zu einer zunehmenden Prekarisierung immer breiterer Massen in der bürgerlichen und kapitalistischen Gesellschaft. Der herrschende Konsens des Neoliberalismus, welcher seine Vertreter in allen gesellschaftlichen Institutionen untergebracht hat, ist darauf aus, immer breitere Teile des Volkes von gesellschaftlicher Teilhabe auszuschließen. Offen spricht man es aus: Im Kapitalismus werden mindestens 30 Prozent der Menschen nicht mehr gebraucht. Diese gelten als nicht mehr „verwertbar“.

Deshalb ist für sozialrevolutionäre Nationalisten der Zusammenhang eines Kampfes um die nationale Befreiung der eigenen Nation mit internationaler Solidarität, Antiimperialismus, tiefergehender Kapitalismuskritik und Klassenkampf eine Selbstverständlichkeit. Sozialismus kann nur im Zusammenspiel der benannten Komponenten errungen werden. Grundsätzlich ist eine Bewegung, die Widerstand gegen die globalen Raubzüge des Kapitalismus leisten will, breit aufzustellen. Hugo Chávez und Evo Morales haben die Wende weg von der Zerstörung ihrer Heimatländer durch den Neoliberalismus nur aufgrund eines breiten Bündnisses antikapitalistischer Kräfte erreichen können.

Kapitalismuskritische Gruppen, die auf die eigene Nation und den Nationalstaat Bezug nehmen, sind hier zu Lande leider derzeit noch eher rar gesät. Immer mehr Deutsche erkennen aber die Unreformierbarkeit des kapitalistischen Systems, welches nur bei Bezugnahme auf Nationalstaat und Volk überwunden werden kann.

Kategorien:Kritik, Nation & Volk