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Afghanistan-Einsatz dreimal teurer

Experten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung stellten eine Untersuchung vor, der zufolge der Bundeswehr-Einsatz am Hindukusch um über 300 Prozent teurer ist als von der Politik angegeben. Demnach kostet die Beteiligung am amerikanischen Interventionskrieg derzeit drei Milliarden Euro im Jahr. Aus den deutlich niedrigeren regierungsamtlichen Zahlen wurden beispielsweise der Sold für die in Afghanistan eingesetzten Truppen, Ausgaben des Auswärtigen Amtes und des Ministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und die allgemeinen Finanzierungskosten herausgerechnet. Insgesamt könnte der Afghanistan-Krieg, sollte er denn bis 2020 andauern, den deutschen Steuerzahler bis zu 46 Milliarden Euro kosten. Genau hier sollte man den Rotstift ansetzen und die Interventionstruppen abziehen, anstatt an den Sozialleistungen herumzukürzen. Großbritannien macht es vor: Die neue konservativ-liberale Regierung kündigte via Verteidigungsminister Liam Fox an, keine weiteren Verbände nach Afghanistan mehr zu entsenden und die dort im Einsatz stehenden „so schnell wie möglich“ abzuziehen. Großbritannien sei keine Weltpolizei. Seit Jahresbeginn sind in Afghanistan 215 ausländische Soldaten gefallen; im vergangenen Jahr waren es 520.

Nationalrevolutionäre Nachrichten

Kategorien:Antiimperialismus
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