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Archive for November 2009

Israels Kriegspolitik

Kategorien:Antiimperialismus

Null-Euro-Jobs

Eine Idee aus den USA ist nun auch in der Bundesrepublik angekommen. Null-Euro-Jobs. In den USA packen etliche US-Bürger die Einkäufe von Supermarktkunden ein. Lohn: 0 Dollar. Sie erhalten lediglich ein bescheidenes Trinkgeld von den Kunden der Supermärkte, natürlich auch nur falls diese milde oder gnädig gestimmt sein sollten. Die Höhe der Trinkgelder muss dort an die Verkaufsleitung gemeldet werden. Nun ist dieses grandiose System auch in good old Germany angekommen. Vermittelt werden die neuen Null-Euro-Jobber durch eine Vermittlungsagentur mit den überaus sinnigen Namen „Friendly Service“ aus Ingolstadt (Bayern). Die Agentur erhält je nach Auftragslage für die Vermittlung der Null-Euro-Sklaven zwischen 3 bis 5 Euro. Diese sind nirgends angestellt, weder bei der Agentur, noch bei dem spezifischen Supermarkt. 32 Supermärkte der Kette Edeka nützten inzwischen dieses System. Auch in Hamburg bemüht sich derzeit eine Drogeriekette in den Einstieg in den Null-Euro-Markt. Vermittelt werden vor allem Schüler und Studenten. Offiziell zählen die Null-Euro-Jobs als „Selbständigkeit“. Dieses Modell könnte Schule machen, gerade in Zeiten der Finanz- und Wirtschaftskrise die sich immer mehr in der Realwirtschaft niederschlägt. Es handelt sich um eine neue Form der Sklavenarbeit bei der man keinen Anspruch auf Bezahlung hat, sondern auf ein Almosen hoffen muss. Zudem müssen die Almosen auch noch ordnungsgemäß an den Staat in Form von Steuern und Abgaben abgeführt werden.

Kategorien:Antikapitalismus

Jeder vierte Deutsche von Armut bedroht

Ohne die sowieso immer dürftiger werdenden Sozialleistungen dieses Staates wären ca. 24 Prozent der Deutschen derart von Armut bedroht das sie wohl kaum mehr fähig wären ein halbwegs geregeltes Leben zu führen. Als Arm gilt jeder der weniger als 913 Euro im Monat zur Verfügung hat. Weitere 7 Prozent waren von Armut betroffen, obwohl sie einer Arbeit nachgingen. Auffällig ist das hierbei fast kein Unterschied mehr zwischen der Armutsgefährdung von Frauen und Männern stattfindet. Ungleich höher ist das Armustrisiko bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Am stärksten von Armut betroffen sind Alleinerziehende. Besonders gefährdet sind auch Familien mit mehreren Kindern. Die Armutsgefährdung beträgt bei Arbeitslosen 56 Prozent.

Kategorien:Antikapitalismus

Jung tritt zurück, aber warum eigentlich?

Der Bundesarbeitsminister und Ex-Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) ist über die Kundus-Lüge gestolpert. Das die Bundesregierung das Ausmaß des Massakers vertuschen wollte dürfte nun nahezu jedem klar gewesen sein der sich auch nur Ansatzweise mit politischen Prozessen und insbesondere der Afghanistan-Politik der NATO beschäftigt. Bei einem Militärschlag wegen zweier entwendeter Tanklaster starben in der Region bei Kundus über 140 Afghanen. Jung hatte zunächst behauptet das nur „terroristische Taliban“ getötet wurden – eine Lüge wie man nicht erst seit Gestern weiß. Die Lügen dienten natürlich dazu um die Unbeliebtheit des Terror-Krieges gegen das afghanische Volk nicht noch weiter an die Spitze zu treiben. Brisant war das durch dieses Massaker der Öffentlichkeit nun richtig ins Bewusstsein rückte das auch die Bundesrepublik in Afghanistan einen Krieg mit terroristischen Mitteln führt, bei dem es nicht um die Bekämpfung des sogenannten „internationalen Terrorismus“ geht, sondern um die Durchsetzung eigener Interessen („Deutschland wird am Hindukusch verteidigt!“) und um eine zusehends brutalisierte Kriegserklärung an die afghanische Zivilbevölkerung. Das Lügengespinst um Mädchenschulen, emanzipatorische Frauenbefreiung und humanitäre Straßenbauten scheint sich immer mehr zu verflüchtigen. Es geht der Bundesregierung nicht um den Tschador und Menschenrechte sondern um die knallharten eigenen Wirtschaftsinteressen und eine geopolitische Neuausrichtung die man an der Seite der USA durchzusetzen gedenkt.

Karl Theodor von Guttenberg, der bayrische Neocon und fanatische Transatlantiker mit der dubiosen Familiengeschichte zu Zeiten des 3. Reichs hatte sich via BILD-Zeitung als Kriegsminister im Anzug in Szene gesetzt. Nun war er aber wenigstens so ehrlich um im Gegensatz zu seinem Vorgänger einzuräumen das sich Deutschland im Krieg befände – ein Umstand welches im Grunde wohl nahezu jedem Bundesbürger klar gewesen sein dürfte. Gleichzeitig stimmt Guttenberg das deutsche Volk auf die „Normalität“ von Kriegsinterventionismus ein, etwas was für die EU unter anderem im Vertrag von Lissabon faktisch als Zwang auferlegt wird. Zunächst entließ Guttenberg den Generalinspekteur des Bundeswehr und seinen Staatssekretär, so das ein Abgang Jungs unvermeidbar wurde. Dabei versuchte Guttenberg für das Wahlvolk nur seine eigene Spuren zu verwischen. Der Star des alten Kabinetts und CSU-Aufsteiger der sich in Konkurrenz zu Horst Seehofer sieht hatte den Mord an den afghanischen Zivilisten verteidigt und selbst als „angemessen“ bezeichnet. Es handelt sich um eine zu allen Gelegenheit sattsam zur Schau getragenen Heuchelei der politischen Klasse dieser Republik. Dies ist auch gerade dadurch erfahrbar das sich nun die Kriegsparteien SPD und Grüne im Bundestag als „Opposition“ in Spiel bringen wollen. Besonders absurd – der SPD-Mann Rainer Arnold spielt sich nun als großer Jung-Kritiker auf und dies obwohl er Mitglied im Verteidigungsausschuß des Bundestages ist und sein damaliger Außenminister Frank Walter Steinmeier eine vielleicht noch größere Gesamtverantwortung an der Besatzungspolitik zuzuschreiben ist. Es ist nichts weiter als eine Version von „Haltet den Dieb“ mit einer im übrigen äußerst schlechten Inszenierung die mehr als nur leicht durchschaubar ist.

Nun kann man sich aber fragen wieso Jung zurücktreten musste da der Kollege Guttenberg sehr schnell wieder in eine ähnliche Lage geraten wird. Die Bundeswehr wird in Afghanistan zusehends zur Bekämpfung der afghanischen Zivilbevölkerung eingesetzt, wobei sich diese Tendenz weiter verschärften wird. Das letzte Monat war das bisher für die NATO-Besatzungstruppen verlustreichste. Solcherlei Aktionen des Bombenterrors wird die Öffentlichkeit in schöner Regelmäßigkeit zu ertragen haben. Guttenberg wird es dabei um die von ihm angekündigte „Normalisierung“ solcher „Kollateralschäden“ gehen. Er wird sich auch überlegen müssen wie dies dem Wahlvolk besser „vermittelt“ werden kann. Im Fall Jung endete dies in einer PR-Katastrophe für den Krieg des NATO-Imperiums. Es geht bei diesem Rücktritt also nicht um die Tatsache der „Lüge“, sondern um die mangelhafte propagandistische Darstellung des Massakers.

Kategorien:Antiimperialismus

LINKE will das amerikanische Industriekapital finanzieren

Die LINKE ruft die Bundesregierung dazu auf General Motor durch die Gelder der deutschen Steuerzahler zu finanzieren.(1) Die LINKE will also GM mit deutschen Geld aufpäppeln, also jenen Konzern der u.a. Opel auspresste. In der Bundestagsfraktion der LINKEN treiben sich offenbar mittlerweile die heftigsten Neoliberalen und Lobbyisten des internationalen Finanzkapitals herum. So heißt es in der Presseerklärung das die Bundesregierung eine Rambo-Mentalität offenbart hätte. Was wirft man der Bundesregierung vor? Das sie sich als „Vorkämpfer“ gegen US-Heusckrecken betätigt hätte, obwohl sie in Wahrheit nichts getan hat um diese zu bekämpfen? Das Geschwätz von einem sozialen und ökologischen Umbau ist nichts weiter als ein billiges und leicht durchschaubares Täuschungsmanöver welches kaum darüber hinwegtäuschen kann das die LINKE kein antikapitalistisches Konzept besitzt.

Insbesondere die Formulierung von der „Rambo Mentalität“ der Bundesregierung darf völlig zurecht als Bankrotterklärung gewertet werden. Ausgerechnet jener Bundesregierung, die nicht gewillt ist gegen die Auspressungstaktik von GM einzuschreiten, wirft man faktisch „Radikalismus“ vor. Fast könnte man dies für einen üblen Scherz halten, aber nur fast. Die LINKE hat sich damit praktisch den Erpressungsversuchen von GM gebeugt. Auch die Forderung nach einer Beteiligung von Bund und Ländern ist in diesem Kontext eine Frechheit gegenüber den Beschäftigten von Opel, da man ja nicht gedenkt gegen GM einzugreifen, geschweige denn das man eine Sozialisierung in einem nachkapitalistischen System einfordern würde. Zwar sprechen einige in der LINKEN von der Verstaatlichung Opels ohne dies aber zu konkretisieren und auch ohne dabei die Heuschrecke GM offensiv als Arbeitsplatzvernichter zu benennen. Offenbar hat man Angst sich den Vorwurf des sogenannten „Antiamerikanismus“ zuzuziehen. So neu ist das ganze aber nun auch wieder nicht. Gregor Gysi bewieß sich in der Opel-Frage einmal mehr als treuherziger Anti-Sozialist. Wir sind gegen einen VEB Opel“, sagte er der Zeitschrift „Super Illu“. „Gegen das Staatseigentum bei der Industrie oder bei Dienstleistern sprechen nicht nur die Erfahrungen aus der DDR, sondern auch in der BRD.“ Gysi weiter: „Gegen das Staatseigentum bei der Industrie oder bei Dienstleistern sprechen nicht nur die Erfahrungen aus der DDR, sondern auch in der BRD.“
1. http://www.linksfraktion.de/pressemittei…ikel=1295580181

Kategorien:Antikapitalismus, Kritik

Libanon: Israel und das Interesse des BRD-Imperialismus

 

Die Bundesregierung will das UNIFIL-Mandat verlängern. Die Bundeswehr soll weiterhin vor der Küste des Libanon präsent sein um so für Israel die Hisbollah in Schach zu halten. Westerwelle machte deutlich das dieser Einsatz auch im Interesse des BRD-Imperialismus läge. Westerwelle sprach von einem „strategischen Interesse“ der Bundesrepublik. Zu den Hintergründen nun dieser bereits etwas ältere Text.

Die schiitische Widerstandsorganisation Hisbollah („Partei Gottes“) hatte große Teile der libanesischen Hauptstadt Beirut unter ihre Kontrolle gebracht. Hierbei vor allem die islamischen Stadtviertel der multikonfessionellen Stadt. Vorausgegangen war ein nun schon über zwei Jahre andauernder Konflikt zwischen der Pro-westlichen, also auch Israel zugeneigten Regierung des Sunniten Fuad Siniora und der Hizbollah, sowie deren Verbündete um den christlichen General Aoun. Aber nicht nur im „Paris des Nahen Ostens“, in Beirut wird gekämpft sondern auch im Norden – hier finden Kämpfe zwischen der Hisbollah und den Drusen statt. Nachdem die Leichen zweier gefolterter Hisbollah-Mitglieder gefunden wurden (ein dritter blieb verschwunden), richtete sich der Zorn gegen die Drusen deren Organisation die sogenannte „Sozialistische Fortschrittspartei“ sich hierfür verantwortlich zeichnete. Deren säkularer Vorsitzender Jumblatt gilt als Freund Israels und des „Westens.“ Bisher starben bei den Kämpfen zwischen Sunnis, Schiiten, Drusen und christlichen Milizen mehrere dutzend Libanesen. Israels Verteidigungsminister Vilnai, ein besonderer Hardliner innerhalb der zionistischen Regierung bezeichnete eine Machtübernahme durch die schiitische Hisbollah als größt möglichte „Bedrohung“ für Israel und behauptete Stereotyp das der Iran hinter dem Ausbruch der Kämpfe stecke – natürlich ohne irgendeinen Beweis vorlegen zu können. Nun behauptete er weiter das die Kämpfe auch auf die palästinensischen Gebiete – Westjordanland und Gaza ausstrahlen könnten. Die BRD-Kanzlerin Merkel stellte sich selbstverständlich wie der französische Neocon-Präsident Sarkozy hinter die Sinoria Regierung und forderte ein „sofortiges Ende der Gewalt“. Die arabische Liga, ein zahnloser und handlungsunfähiger Papiertiger müsse für Ruhe sorgen.

Wenn nun Sarkozy sich im Libanon engagiert dann müssen sowohl bei sunnitischen, schiitischen als auch christlichen Libanesen die Alarmglocken schrillen. So war Frankreich Imperial-und Besatzungsmacht in der heutigen Zedernrepublik. Vor allem Schiiten hatten unter dem Besatzungsdiktat zu leiden, verarmten, waren rechtlos und mussten sich jahrzehntelang in Folge der französischen Besatzung eine Vormachtsstellung durch die christlichen Maroniten gefallen lassen. So fühlt sich „Sarko“ aber insbesondere dem zionistischen Staat Israel verbunden und bedroht in gemeinsamer Täterschaft mit dem US-Präsidenten Bush und der Bundeskanzlerin Merkel den schiitischen Iran der sicherlich vor allem der Hizbollah als staatliches Vorbild gilt. Auch die deutsche Außenpolitik unter Steinmeier und Merkel, die dem SPD-Atlantiker, nur allzu gerne mal die weltpolitische Schau stiehlt hat im Libanon „sicherheitspolitische“ also Macht-und Geopolitische Interessen. So patrouillieren Bundesdeutsche Schiffe vor der Küste des Libanon und üben dort Hoheitsrecht aus –berauben dem Libanon also seiner staatlichen Autorität. Dies alles um den „Frieden“ zu sichern, also Israel zu „schützen“, mit dem Ziel Hisbollah und andere Widerstandsgruppen in Schach zu halten. Angela Merkel hatte vor einiger Zeit in einer Rede vor dem deutschen Bundestag vortrefflich ausgeführt das die Bundesrepublik nur die „Sicherheitsinteressen“ Israels wahrnimmt. Sie sagte: „Wir sind nicht neutral, wir können auch nicht neutral sein wenn es um den Schutz Israels geht.“ Der UNIFIL-Einsatz der Bundeswehr soll am 15.September 2008 ablaufen. Eine Verlängerung erscheint nun nicht unwahrscheinlich.

Worum geht es aber nun konkret ? Wie US-Außenministerin Rice bei Beginn des Libanon-Krieges betonte, waren die mit Israel abgestimmten Militärschläge als „Geburtswehen eines neuen Mittleren Ostens“ zu verstehen, zu dem man „vorwärts schreiten“ wolle, statt „zum alten zurückkehren.“ Laut diesem Konzept eines „Greater Middle East“ muss die gesamte Region neu aufgerollt werden, wobei sowohl diplomatische und subversive als auch militärische Mittel zum Einsatz kommen dürfen. Die Besetzung des Libanon eröffnet die Möglichkeit, bis an die Grenzen Syriens vorzurücken, das dortige Regime durch militärischen Druck zu schwächen und Iran, den Hauptgegner der USA, eines Verbündeten zu berauben.

Gegenüber Damaskus kommt den maritimen BRD- Kampfverbänden die beabsichtigte Drohfunktion zu. Sie patrouillieren in direktem Kontakt zu syrischen Marineeinheiten. Damit gerät der Mittelmeerzugang Syriens in eine Zange der NATO: im Norden durch türkisches Militär, im Süden durch das Bundesrepublikanische. Die Hisbollah sicherlich schlagkräftiger als jede andere reguläre arabische Armee der Region und hat mehrfach Israel zum Rückzug gezwungen und damit die arabisch-islamische Ehre verteidigt. Sicherlich ist dies eine Auseinandersetzung auch eine um Macht und Einfluss. Was denn sonst ? Es ist aber keine Auseinandersetzung zwischen Konfessionen sondern eine zwischen pro-israelischen und US-gelenkten Kräften, also die Regierung und auf der anderen Seite der libanesisch-nationalen Opposition. Einen erneut aufbrechenden Religionskrieg wollen die westlichen Politiker, die Medien und vor allem Israel herbeireden, zusammenschreiben und provozieren. Ob die „Fronten“ nun geklärt werden ist eher ungewiss – wahrscheinlich nicht. So wird sich der Kampf zwischen der Regierung die nun mal Interessen der USA, der EU, Israels und Saudi-Arabiens vertritt und der breiten Opposition (Hisbollah, Amal, teile der Christen, palästinensische Flüchtlinge usw.) weiter verschärfen und mit der Zeit intensivieren. Freie Wahlen würden sicherlich einen Sieg der Opposition nach sich ziehen aber solche können nicht im Interesse der USA stehen.

Kategorien:Antiimperialismus

Opel-Lügen

Die Bundeskanzlerin verkündete das Opel „gerettet“ sei und dies trotz der Vernichtung der Lebensgrundlage von 9500 Beschäftigten des ehemaligen Traditionskonzerns. 5000 Arbeitsplätze sollen alleine in Deutschland „ausgelagert“ werden, etwa 20 Prozent der Stellen. Das es sich dabei nur um erste Schritte eines „Sanierungsprojektes“ handelt dürfte inzwischen eigentlich deutlich geworden sein. Gescheitert ist damit zum wiederholten mal eine Politik der Gewerkschaften die auf Beschwichtigung, Zurückhaltung und damit auf Mittäterschaft aus war und ist. Die großen Worte der Empörung können nicht darüber hinwegtäuschen das man zusammen mit dem Vorstand und der Bundesregierung allen Lohnkürzungen und Hinhaltetaktiken im Vorfeld zugestimmt hatte. Nötig ist nun eine entschiedene Streitbewegung der Arbeiter die sich nicht mehr von der Gewerkschaftsbürokratie hinhalten lässt. Nahezu Skandalös ist es was der spanische Ministerpräsident Zapatero verkündete, der doch allen ernstes einer Partei vorsteht, die sich zumindest dem Namen nach als „sozialistisch“ bezeichnet. Zapatero zeigte sich über das Vorgehen von General Motors äußerst erfreut und sprach davon das „Anpassungen“ und „Umstrukturierungen“ von Nöten seien. O-Ton:“Dennoch denke ich, wir haben in beiden Ländern eine recht vernünftige und positive Perspektive vor uns, sowohl in Deutschland als auch in Spanien.“ Das General Motors alle Ankündigungen hat platzen lassen scheint die Bundesregierung offenbar keinerlei schlaflosen Nächte zu bereiten und der Bundesfinanzminister Schäuble fordert weitere Geldspritzen für die US-Heuschrecke General Motors. Gegen diese Politik und die Mittäter müssen sich die Arbeiter bei Opel nun massivst zur Wehr setzen. Es hat sich gezeigt das „Kompromisse“ General Motors, die Bundesregierung und die Unternehmensführung von Opel nur zu weiteren Angriffen auf das Auskommen und die Existenz der Beschäftigten bei Opel ermuntern. Nun helfen nur noch ein entschiedener Klassenkampf und Betriebsbesetzungen! Dies bedeutet aber auch einen Bruch mit der Gewerkschaftsführung die nur einen Zweck erfüllte und zwar die Arbeiter im Sinne von GM und der Unternehmensführung ruhig zu stellen. Deshalb: Klassenkampf mit allen Mitteln!

Kategorien:Antikapitalismus

Dokumentiert: Demonstrationsaufruf gegen das Merkel-Netanjahu Kabinettstreffen

Gegen Merkels Hilfe für Israels Aggressionspolitik!
Am 30. November findet in Berlin eine gemeinsame Sitzung der Bundesregierung mit dem israelischen Kabinett statt.

Israels Regierung hat allein im Sommer 2006 und zum Jahreswechsel 2008/09 schwerste Kriegsverbrechen im Libanon und Gazastreifen verübt. Jeder Krieg forderte weit über 1000 Tote, davon mindestens ein Drittel Kinder und Jugendliche. Israel setzte unter Anderem weißen Phosphor ein und griff eindeutig zivile Einrichtungen wie Krankenhäuser, Schulen und UN-Gebäude an.

Damit nicht genug, findet derzeit ein massiver Ausbau der illegalen Siedlungen unter gleichzeitiger Vertreibung der arabischen Bevölkerung aus Ostjerusalem statt.

Gegen den Iran und Libanon droht die israelische Regierung in letzter Zeit immer schärfer mit neuen Kriegen.

Und nun lädt die Bundesregierung die Verantwortlichen nach Berlin zu einer gemeinsamen Sitzung ein – damit nicht genug, fordert Israel Deutschland auf, ihm zwei hochmoderne Kriegsschiffe zu schenken!

In der Vergangenheit zahlte der deutsche Steuerzahler bereits mit 300 Millionen Euro für drei U-Boote, die atomar bestückbar sind und den Israelis zur Jahrtausendwende geschenkt wurden.

Um den Missbrauch deutscher Steuergelder für die Anheizung der Kriege in der Region zu beenden und für einen gerechten Frieden einzutreten fordern wir:

– Schluss mit der deutschen Unterstützung für die israelische Kriegs- und Aggressionspolitik!
– Keine Waffengeschenke und -exporte an Israel!
– Abbruch der diplomatischen Kontakte, solange Israel das Selbstbestimmungsrecht der Palästinenser nicht anerkennt!

Frieden in Nahost ist nur auf der Basis von Gerechtigkeit und gleiche Rechte für alle möglich. Solange den Palästinensern das Selbstbestimmungsrecht verweigert wird, haben sie allen Grund und alle Legitimität Widerstand gegen den israelischen Kolonialismus zu leisten. Wenn zwei Völker das gleiche Territorium beanspruchen, gibt es nur eine gerechte Lösung: ein demokratischer Staat für alle!

Initiativ e.V. Duisburg
Antiimperialistische Koordination

Demonstration am Montag, 30.11. 2009 in Berlin
Beginn: 11 Uhr

 

http://www.antiimperialista.org/content/view/6363/52/

Kategorien:Antiimperialismus

Des Friedensnobelpreisträgers neue Landminen

Dies nennt man doch einmal einen Friedensnobelpreisträger. Die USA werden sich an einem Vertrag mit dem Ziel eines Verbotes von Landminen nicht beteiligen. Das US-Außenminiserium ließ folgendes verlautbaren: „Diese Regierung unternahm eine Überprüfung der Politik und wir beschlossen, dass unsere Politik zu den Landminen in Kraft bleibt. Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass wir nicht in der Lage wären, unsere nationale Verteidigungsbedürfnisse zu erfüllen, noch unsere Sicherheitsverpflichtungen gegenüber unseren Freunden und Verbündeten einzuhalten, wenn wir dieses Übereinkommen unterschrieben.“ Bisher sind 156 Nationen dem Abkommen gegen Landmienen beigetreten. Neben den USA fehlen unter anderen auch China und Russland. Mehr als naiv ist aber die Reaktion aus der Friedens- und Abrüstungsbewegung. „Das ist eine beunruhigende Entwicklung“, sagte Steve Goose von der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch. Die Beibehaltung der bisherigen Landminen-Politik stehe den Ankündigungen der Obama-Regierung in internationalen und Menschenrechtsfragen entgegen. Was aber glaubt man eigentlich das Obama für eine Politik verfolgen wurde? Naivität kennt offenbar keine Grenzen.

Kategorien:Antiimperialismus

Der Kapitalismus ist diskreditiert

Die britische BBC veröffentlichte die Ergebnisse einer in ihrem Auftrag weltweit erhobenen Umfrage zur Einstellung der Massen gegenüber dem kapitalistischen System. Demnach waren nur 11 Prozent der in 27 Ländern Befragten der Ansicht, der Kapitalismus funktioniere in seiner gegenwärtigen Form gut. 23 Prozent halten die freie Marktwirtschaft dagegen für sehr fehlerhaft. In Frankreich kamen sogar 43 Prozent der Befragten zu diesem Urteil, in Mexiko 38 Prozent und in Brasilien 35 Prozent. Lediglich in den USA (25 Prozent) und Pakistan (21 Prozent) war mehr als jeder Fünfte mit der aktuellen Wirtschaftsordnung zufrieden. Unter dem Eindruck der schlimmsten Finanz- und Wirtschaftskrise seit den dreißiger Jahren glauben 51 Prozent der Befragten, dass die Märkte stärker reguliert werden müssen. Im Schnitt 23 Prozent meinen, dass eine vollkommen neue Wirtschaftsordnung geschaffen werden müsse. In 15 der 27 untersuchten Staaten sprachen sich mehr als 50 Prozent für eine stärkere Staatskontrolle über die Privatwirtschaft aus. Mehrheiten in 22 Ländern sprachen sich für eine gerechtere Verteilung des Wohlstandes aus. Hierzu Doug Miller, Chef des Umfrageinstituts GlobeScan, das zusammen mit der University of Maryland die Umfrage durchführte: „Es scheint, dass der Fall der Berliner Mauer nicht der überwältigende Sieg für die freie Marktwirtschaft gewesen ist, für den er damals gehalten wurde.“

Kategorien:Antikapitalismus